In der Cottbuser Stadtverwaltung soll ein Wirtschaftsdezernat gebildet werden. Das erklärte Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) während der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments. Damit sollen die Unternehmen und das Handwerk noch besser unterstützt werden.
„Unsere heimische Wirtschaft braucht diese Rückendeckung aus einem Guss“, erklärte das Stadtoberhaupt. „Corona und der Strukturwandel bringen neue Herausforderungen für die gesamte Stadtentwicklung, die Bestandspflege wie die Akquise, für das Stadtmarketing und unsere kommunalen Gesellschaften.“

Cottbuser GWC-Chef berät beim Aufbau des Wirtschaftsdezernats

Über den Sommer sollen die Grundlagen für die Bildung des neuen Dezernats geschaffen werden. Dazu wird der Oberbürgermeister nach eigenen Worten das Wissen von Prof. Dr. Torsten Kunze nutzen. Der Geschäftsführer der Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) ist verantwortlich für den Bau und die Ausgestaltung des Regionalen Cottbuser Gründerzentrums (RCGC) am Campus der BTU Cottbus-Senftenberg.
Im September soll über das neue Dezernat in den Gremien des Stadtparlaments diskutiert werden.

Das Cottbuser Gründerzentrum auf dem BTU-Campus wird teurer

Unterdessen wächst der Rohbau des Gründerzentrums auf dem BTU-Campus. Dabei brauchte das Prestige-Projekt der Stadt mehrere Anläufe bis zur Umsetzung. Seit dem Sommer vergangenen Jahres wird an der Stelle der einstigen Schwimmhalle gebaut. Bis zum Jahr 2021 werden die Arbeiten dauern, dann soll die künftige Ideenschmiede für die Region ihre Türen öffnen.
Die Gesamtkosten liegen nach früheren Angaben bei 14 Millionen Euro. Zehn Millionen Euro kommen als Fördergeld vom Land Brandenburg. Der Kostenrahmen wird dem Vernehmen nach jedoch nicht eingehalten werden. Wie viel auf die Rechnung draufgepackt werden muss, ist bislang unklar.