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| 17:49 Uhr

Cottbus
Richtfestauf einstiger Gaswerk-Brache

Mit links schlägt Bauherr Denis Reißbach den Nagel beim Richtfest ein, assistiert von Frank Scheppan (l) und Dachdeckermeister Stephan Krüger. Auf dem einstigen Gaswerks-Areal stehen nun fünf Häuser mit 80 Wohnungen.
Mit links schlägt Bauherr Denis Reißbach den Nagel beim Richtfest ein, assistiert von Frank Scheppan (l) und Dachdeckermeister Stephan Krüger. Auf dem einstigen Gaswerks-Areal stehen nun fünf Häuser mit 80 Wohnungen. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Über Haus IV auf dem einstigen Gaswerksgelände an der Lausitzer Straße schwebt seit Freitag der Richtkranz. Damit steht das letzte Haus des neuen Wohnquartiers auf der einstigen Industriebrache. Von Peggy Kompalla

Bauherr Denis Reißbach sagte: „Das war ein Traum, der anfangs oft belächelt wurde.“ Nun können ihn auch die Skeptiker von einst begutachten. Der geschäftsführende Gesellschafter der Treuwert Projektgesellschaft mbH hat nach eigenen Angaben vor drei Jahren mit der Planung für das Projekt begonnen. Nun recken sich die fünf Häuser in die Höhe. In anderthalb Monaten sollen die ersten Mieter in ihr neues Zuhause einziehen. Es entstehen insgesamt 80 Wohnungen auf rund 13 000 Quadratmetern. Der Großteil wird vermietet, 32 Wohnungen verkauft. „Es ist bereits deutlich mehr als die Hälfte weg“, erklärt der Chef. „Der Rest ist derzeit in der Vermarktung.“ Bernd Elendt und seine Frau haben zugeschlagen und direkt eine der ersten Wohnungen gekauft. Überzeugt hat das Paar vor allem eins: „Die Lage ist schon ziemlich gut. Das gibt es nicht so oft.“ Das Staatstheater liegt fast nebenan, die Innenstadt ist nur einen Spaziergang entfernt. Letztendlich hat die beiden Mauster aber das Gesamtpaket überzeugt. Dann erzählt Bernd Elendt noch mit einem Fingerzeig: „Ich habe im Energiekombinat gearbeitet und früher selbst dort gesessen.“ Vom einstigen Gaswerk ist freilich nichts übrig geblieben. Das rund 26 000 Quadratmeter große alte Industrieareal war in den Jahren 2014 und 2015 von der Stadt aufwendig saniert worden. Mit der Investition von fast elf Millionen Euro in das neue Wohnquartier wird ein fast die Hälfte des Gebietes entwickelt. Im nächsten Jahr will der Lebensmittelgroßhändler Rewe auf dem restlichen Areal einen modernen Markt errichten. Die Lausitzer Straße ist eine Löcherpiste. Investor Reißbach erzählt, dass die Stadt die Straße 2019 in Angriff nehmen will.