Der ranghöchste Polizist im Süden Brandenburgs, der Direktor der Direktion Süd, Sven Bogacz, hatte den ausgeschiedene Richter für die Mitgliedschaft im PSV gewinnen können. Auf der Mitgliederversammlung sorgte Wolfgang Rupieper dann gleich auch noch für ein Novum. So wurde er zunächst als Mitglied aufgenommen und dann gleich in das höchste Ehrenamt gewählt - und das einstimmig, informiert Peter Boenki vom Vorstand. Erstmalig übernimmt damit ein Nichtpolizist den Vorsitz. "Für uns ist das ein Glücksgriff", so Peter Boenki.

Glücksgriffe gibt es aber auch in anderen Cottbuser Sportvereinen. Einige von ihnen wurden in dieser Woche im Rahmen des Stadtsporttages besonders gewürdigt. Mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes Cottbus wurden Gerd Koal vom Niederlausitzer Läuferbund sowie Susanne Pasera und Dr. Uwe Semisch vom TC 91 Cottbus ausgezeichnet. Die Ehrennadel des Landessportbundes in Silber erhielt Walter Gottwald, Vorsitzender des Stadtfachausschuss Cottbus für Tischtennis. Der Preis des Symphatiegewinners des Landessportbundes ging an Dr. Jürgen Wagner. Der Sportpädagoge ist seit 1991 im Verein Herzgruppen Cottbus aktiv. In seiner ersten Amtshandlung brachte der neugewählte Vorsitzende des Stadtsportbundes, der Cottbuser Rechtsanwalt Olaf Wernicke, schließlich noch einen zusätzlichen Punkt auf die Tagesordnung des Stadtsporttages: Er zeichnete seinen Vorgänger Wolfgang Neubert sowie Winfried Schwerendt mit der Ehrenmitgliedschaft im Stadtsportbund aus.

Unter dem Namen "Cottbus Youth goes international” hat sich eine Gruppe der Cottbuser Sportjugend gegründet. Ziel ist es, Jugendlichen die Teilnahme an internationalen Austauschprogrammen zu ermöglichen. Der erste Jugendaustausch wird die Teilnehmer nach Schottland führen. Dabei hat sich eine Kooperation mit der Bauhausschule Cottbus entwickelt. Der Sportler Martin Wahnig, ehemaliger Schüler der Bauhausschule und jetzt Schüler des Berufsbildungswerkes, nimmt mit Betreuerin Monika Lehmann, die als Sportlehrerin an der Bauhausschule arbeitet, daran teil. Das nächste Projekt steht auch schon fest. Dabei fährt eine Gruppe aus Cottbus zu den Olympischen Spielen nach London. Mit Souvenirs aus Cottbus ist der Botschafter aus Guatemala, Carlos Jimenez Licona, am Freitag bei seinem Besuch im Rathaus beschenkt worden. Thomas Bergner von der Stadtverwaltung überreichte ihm eine Miniaturpyramide und eine Cottbus-Tüte. Von letzterer zeigte sich der Gast sehr beeindruckt. Er wolle eine ähnliche Aktion auch in seiner Heimat anregen, erklärte er spontan. Anschließend schaute sich der Botschafter auch noch die Europaschule Regine Hildebrandt an. Der Besuch diente der Vorbereitung der Zentralamerikatage im Juni in Cottbus.

Der Hotelchef vom Radisson Blu, Stephan Reichelt, hatte dieser Tage ganz besonderen Besuch - 60 Kinder aus dem Kindergarten "Otti" kamen im Hotel vorbei und verzierten dort einen ganzen Berg voller Ostereier. Nachdem die Kinder im Alter zwischen eineinhalb und sechs Jahren fleißig getupft, geklebt, gefedert und gemalt hatten, hängten sie die runden Prachtstücke auf einem Osterbaum in der Lobby des Hotels auf und wurden zur Belohnung mit Süßigkeiten verwöhnt. Auch der neue Kindergartenleiter Marco Christoph durfte ein wenig mitnaschen. Der Sänger und ehemalige Cottbuser Postkutscher Hans-Joachim Schröpfer (Linke) findet in der Kolkwitzer Gemeindevertretung immer wieder Disharmonien und falsche Töne. Bei Akustik-Wänden will er sich nicht raushalten, und Bürgermeister Fritz Handrow (CDU) ins Theater zu locken, versucht er auch. Und weil sich Kolkwitzer Beschlussvorlagen natürlich viel schwieriger lesen lassen als Schubert-Lieder, kritisierte Schröpfer am Ende der jüngsten Sitzung, dass von acht Beschlüssen sieben den Gemeindevertretern als Tischvorlagen präsentiert wurden. Das seien ganze 23 Seiten, hatte Schröpfer fix gezählt. Handrow antwortete im kleinlauten Pianissimo: "Das soll nicht die Regel sein."