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| 13:13 Uhr

Im Notfall
Rettungsdienste können bald grenzübergreifend arbeiten

Cottbus.

Danach soll es möglich sein, bei grenznahen Zwischenfällen auch Rettungsdienste aus dem jeweiligen Nachbarland zu alarmieren. „Nicht als Regelfall, aber wenn gerade keine anderen Einsatzkräfte zur Verfügung stehen“, erklärt Sabine Pohle. Käme es also etwa in Sacro zu einem Unfall, könnte ein polnischer Rettungswagen den Verletzten nach Forst ins Krankenhaus bringen und dort alle in Deutschland notwendigen Formalitäten erledigen.

„Das polnische Rettungswesen weist ein sehr hohes Niveau auf“, sagt Sabine Pohle. Die Rettungswagen seien ebenso gut ausgestattet wie die Fahrzeuge in Deutschland. Die Rettungskräfte in Polen hätten allerdings weitreichendere Befugnisse. In dieser Frage soll der Kooperationsvertrag eindeutige und einheitliche Regelungen treffen. Ein weiterer, bisher noch ungeklärter Punkt ist die Art der Alarmierung. Da der polnische Rettungsdienst derzeit zentralisiert und mit neuer Software ausgestattet wird, sind technische Fragen noch nicht endgültig zu klären. Sabine Pohle: „Wann der Vertrag wirklich unterschrieben wird, ist noch offen. Ein großes Stück Arbeit ist aber bereits getan.“

(hil)