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Restlos ausverkaufte Lesungen

Jana Drews, Uta Jacob, Steffen Krestin, German Storz und Anette Kornek (v.l.) organisieren jährlich den Cottbuser Bücherfrühling.
Jana Drews, Uta Jacob, Steffen Krestin, German Storz und Anette Kornek (v.l.) organisieren jährlich den Cottbuser Bücherfrühling. FOTO: Zeidler
Cottbus. "Ungläubiges Staunen" – unter diesem Motto steht der 25. Cottbuser Bücherfrühling, der seit dem 20. Michèle-Cathrin Zeidler

März mit zahlreichen Veranstaltungen die Liebe zur Literatur erblühen lässt. Staunen herrscht aber auch bei den Veranstaltern mit Blick auf die Besucherzahlen. "Wir verzeichnen in diesem Jahr eine sehr gute Resonanz. Die Veranstaltungen werden gut angenommen", sagt Uta Jacob von der Stadt- und Regionalbibliothek in Cottbus. So seien alle drei bisherigen Lesungen in der Buchhandlung Hugendubel schnell restlos ausverkauft gewesen und auch die Cottbuser Stadt- und Regionalbibliothek freut sich über viele Besucher. "Die Cottbuser Autorin Maxi Hill hat im April vor vollem Haus eine atemberaubende Geschichte um einen Babytausch zum Besten gegeben", erzählt Uta Jacob. Einen besonderen Gänsehautmoment hatte sie außerdem bei "Lesen einmal anders". "Hier haben Behinderte und Nicht-Behinderte Menschen zusammen mit viel Freunde aus Romanen in einfacher Sprache gelesen", so die Buchliebhaberin. Außerdem gehe auch nach zehn Jahren das Konzept "Lausitzer Duett" hervorragend auf. In diesem Jahr standen der Autor Klaus Trende und der Grafiker Rudolf Sittner auf der Bühne. "Hier werden die Künstler immer sehr persönlich und geben einen Einblick in ihr Privatleben und ihren Schaffensprozess", verrät Uta Jacob, die sich aktuell schon mit der Planung des nächsten Bücherfrühlings befasst. "Wir haben bereits viele Ideen, aber mehr wird noch nicht verraten." Schließlich stehen auch in diesem Jahr noch weitere Höhepunkte an. "Bereits ausverkauft ist die Comedy-Lese-Show mit Tatjana Meissner am kommenden Montag", sagt Uta Jacob. Die Autorin und Kabarettistin ist dafür bekannt, dass sie gerne über Sex redet - häufig ein wenig verrucht, manchmal sehr frech, aber immer humorvoll und nie unter der Gürtellinie.

Noch Karten gibt es hingegen für die einzige Lesung in Branitz mit Hans von Trotha am Mittwoch, 17. Mai, um 18.30 Uhr im Besucherzentrum auf dem Gutshof. "Ich kenne Hans von Trotha bereits von anderen Lesungen und schätze seine profunde und unterhaltsame Erzählart sehr", schwärmt Antje Popp, die Organisatorin der Veranstaltung. Der Experte für die europäische Gartengeschichte wird aus seinem neuem Buch "Im Garten der Romantik" lesen, in dem auch Branitz prominent vertreten ist. "Hans von Trotha stellt die These auf, dass es einen romantischen Garten nie gegeben hat", weiß Antje Popp. Im Anschluss an die Lesung will der Autor mit dem Stiftungsdirektor Gert Streidt und Parkleiter Claudius Wecke diskutieren.

Weiterhin sind noch Plätze in der Lesung mit dem Bestseller-Autor Bruno Preisendörfer am 24. Mai um 19.30 Uhr in der Stadt- und Regionalbibliothek frei. Er taucht dabei ein in die Lutherzeit. "Der Autor hat ein Talent dafür, Geschichten so zu erzählen, dass man die Zeit riechen und schmecken kann" sagt Uta Jacob. Einen Tag vorher präsentiert außerdem die Literaturwerkstatt aus dem Glad-House ihre Texte: "Dabei haben sich junge Autoren mit dem Gefühl des Staunens auseinandergesetzt." Den Abschluss bildet schließlich die Konzertlesung von Alex Jacobowitz am 28. Juni in der Synagoge in Cottbus. "Vor seiner Lesung wird der Meister der Erzählkunst und der musikalischen Zauberei noch als Straßenmusiker auftreten", erzählt Uta Jacob.