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| 02:34 Uhr

Restaurierte Cottbuser Heilige wieder im Museum

Steffen Krestin vor den Vitrinen mit dem Heiligen Jakobus, der Maria Magdalena und dem Heiligen Lukas (r.) im Cottbuser Stadtmuseum.
Steffen Krestin vor den Vitrinen mit dem Heiligen Jakobus, der Maria Magdalena und dem Heiligen Lukas (r.) im Cottbuser Stadtmuseum. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Stadtmuseumschef Steffen Krestin hatte zu Wochenbeginn allen Grund zur Freude. Drei restaurierte Heiligenfiguren sind nach dreimonatigem Aufenthalt in der Werkstatt der Dresdner Restauratorin Judith Steinke an ihren angestammten Platz in der ständigen Ausstellung des Museums zurückgekehrt. Ulrike Elsner

Es handelt sich um den Heiligen Jakobus aus der Kirche Groß Lieskow aus der Zeit um 1500, um die Maria Magdalena aus Groß Gaglow, ebenfalls um 1500 entstanden, und um den Heiligen Lukas aus dem Nachlass von Oberbürgermeister Paul Werner, der vermutlich aus Schlesien stammt (r.). Neben Reinigung und Konservierung hat die Restauratorin vor allem lose Farbschichten stabilisiert. Die Figuren haben in der Ausstellung an der Schnittstelle zwischen Mittelalter und Reformation ihren Platz. Sie gelten als Symbol für die große kulturgeschichtliche Rolle der Kirche in dieser Zeit.

Außerdem handelt es um schöne Stücke mit einer besonderen Ausstrahlung, was vor allem auf die Maria Magdalena, die linke Figur vom Mittelteil eines Altars zutrifft. Ebenso wie die anderen beiden Heiligenfiguren hat sie bereits zum Fundus des alten Cottbuser Heimatmuseums gehört. "Wie sie aber genau ins Museum gekommen ist, ist nicht bekannt", so Krestin.