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| 17:09 Uhr

Religion
Mit Tanz, Gesang und Nachdenklichkeit

Dicht gedrängt lauschten die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde den Festvorträgen in der Synagoge.
Dicht gedrängt lauschten die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde den Festvorträgen in der Synagoge. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. In der Synagoge in der Spremberger Straße wird der 20. Geburtstag der Jüdischen Gemeinde gefeiert.

Mit einer Festveranstaltung in der Neuen Synagoge in der Spremberger Straße ist am Sonntagnachmittag der 20. Geburtstag der Jüdischen Gemeinde in Cottbus gefeiert worden. Gennadi Kuschnir, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Cottbus, erinnerte daran, dass die Gemeinde vor 20 Jahren gerade zehn Mitglieder hatte. Heute sind es 490, davon 64 Holocaust-Überlebende. Die meisten der Zuwanderer lebten zunächst in einem Wohnheim in der Willi-Budich-Straße. Schritt für Schritt sei damals die Erkenntnis gewachsen, sich als jüdische Gemeinde zu organisieren. Schließlich seien sie als Juden nach Deutschland gekommen, wenn auch die Wenigsten von ihnen Religionskenntnisse und jüdische Traditionen hatten, weil es im Herkunftsland schwierig gewesen sei, sich zu bekennen und zu erkennen zu geben. Kulturministerin Dr. Martin Münch (SPD): „Das Gemeindezentrum befindet sich mitten in der Stadt und das zeigt, dass jüdischer Glauben und jüdische Kultur zu Cottbus gehören und heute wieder als selbstverständlich wahrgenommen werden.“ Sie versicherte, dass das Land Brandenburg auch in Zukunft an der Seite seiner jüdischen Bevölkerung stehe und Antisemitismus entschieden entgegentreten werde. Mit Musik und Tanz gaben die Gemeindemitglieder anschließend Einblicke in die Pflege jüdischer Kultur.

(mih)