| 15:16 Uhr

Cottbus
Die gelbe Tüte auf Welttournee

Torsten Arnold hat in Botswana diesen Einbaumfahrer auf dem Fluß Chobe mit der Cottbus-Tüte ausgestattet.
Torsten Arnold hat in Botswana diesen Einbaumfahrer auf dem Fluß Chobe mit der Cottbus-Tüte ausgestattet. FOTO: Torstenn Arnold / Torsten Arnold
Cottbus. Bei traditionellen Fotowettbewerb „Cottbus weltweit“ wurden 439 Fotos eingereicht – Rekord! Von Georg Zielonkowski

Auch im elften Jahr des Foto-Wettbewerbs „Cottbus weltweit“ haben Reisende den Namen der Stadt in aller Welt bekannt gemacht. In diesem Jahr waren es 53 Autoren, die eine Rekordzahl von 439 Fotos eingeschickt hatten, auf denen Landschaften oder Menschen - im Besonderen aber die gelbe Cottbus-Tüte zu sehen war.

Der erste Botschafter dieser Art, Postkutscher Ronne Noack, war am Tag des 861. Geburtstages der Stadt Cottbus zur Stelle, um bei der Auswerteveranstaltung des Stadt- und des Tourismusvereins dabei zu sein. „Als ich vor Jahren mit der Cottbus-Tüte losgezogen bin, haben sich die Leute noch ziemlich unwissend nach der  geografischen Lage unserer Stadt erkundigt. Wenn das heute nicht mehr so oft geschieht,  dann haben die Wettbewerbsteilnehmer als Botschafter unserer Stadt einen doch gehörigen Anteil“, merkte Ronne Noack an.

Der Chef des Cottbuser Tourismusvereins Olaf Schöpe, kam bei der Ehrung der gelungendsten Motive und deren Fotografen auf eine völlig neue Idee. „Da wir ja das Wachsen unseres Ostsees sehr aufmerksam begleiten, werden wir beim nächsten Wettbewerb 2018 diesem Thema unsere Aufmerksamkeit schenken. Vielleicht unter  dem Titel ‚Der Ostsee kommt’ würde ich für das beste Foto zu diesem Thema einen Sonderpreis stiften.“

Aktuell aber wurden die üblichen Kriterien bewertet. Den Preis für das 16 071 Kilometer von Cottbus entfernt aufgenommene Foto ging an Kathleen Mischke, die die Oper in Sydney abgelichtet hatte und damit das Bild eingeschickt hatte, das in der größten Entfernung zu Cottbus aufgenommen wurde.

Drei Hauptpreise wurden auch diesmal vergeben, jedoch ohne ein internes Ranking. Daher dürfen sich alle drei außergewöhnlichen Motive und vor allem deren Fotografen als Wettbewerbssieger 2017 fühlen.

Christina Herold war mit ihren Kampfkünstlern im Sommercamp an der polnischen Ostsee, wo die jungen Sportler in all ihren Übermut „in die Luft“ gingen. „Die athletischen Fähigkeiten, die sich Tobias, Leon und Michelle im Training angeeignet hatten, konnten wir hier unterhaltsam ins Bild setzen.“

In Kroatien hatte Familie Geissler spontane die Idee, ihre Begeisterung für die von ihnen besuchte Insel Korcula auf ganz besondere Art auszudrücken. Die Idee zum Foto erklärten sie so: „Wir machen schon viele Jahre bei diesem Wettbewerb mit, da sucht man automatisch nach besonderen Ideen für ein Foto. Spontan fiel uns die Sache mit dem Daumen über der Tasche ein, weil uns Korcula wirklich begeistert hat.“

Ein wohl einmaliges Bild hat Torsten Arnold eingeschickt. Es zeigt eine Bootsfahrt mit einem in Botswana landestypischen Einbaum. „Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Chobe-Fluß und die Natur ringsum total an den Spreewald erinnert hat. Wie daheim paddelt man dort ja auch nicht selbst, sondern wird von jemandem übers Wasser kutschiert. Das habe ich auch den Einheimischen zu verstehen gegeben, die natürlich wissen wollten, was es mit dieser gelben Tüte auf sich hat“, berichtet der Preisträger von seiner Tour in den Chobe-Nationalpark.

Bis zum Februar des neuen Jahres können alle Fotos im Rathaus ,Neumarkt 5, angeschaut werden.

Diese jungen Kampfkünstler traten an der polnischen Ostseeküste gegen die Cottbus-Tüte an.
Diese jungen Kampfkünstler traten an der polnischen Ostseeküste gegen die Cottbus-Tüte an. FOTO: Christina Herold
Diesen Daumen hat Familie Geissler auf der kroatischen Insel Korcula ins Bild gesetzt.
Diesen Daumen hat Familie Geissler auf der kroatischen Insel Korcula ins Bild gesetzt. FOTO: Familie Geissler