Relativ schnell einigten sich die Feuerwehrleute auf Rehbraten. Mit Karl-Heinz Jank fanden sie den richtigen Koch für das anspruchsvolle Gericht. Freiwillige zum Kartoffelnschälen und Klöße formen fanden sich. Da der Vormittag ruhig blieb, konnte ab und zu ein Feuerwehrmann auf einen Kaffee vorbeikommen und sich durch den Duft vom Gelingen der Zubereitung überzeugen.

"Ein besonderes Gericht gemeinsam zuzubereiten, hat bei uns Weihnachten Tradition", erzählte Zugführer Rene Bansen. "Viele Kameraden können das gut." Weihnachtsbaum und Rehbraten waren aber die einzigen Anzeichen des Feiertags in der Hauptfeuerwache. Geschmückt, aber ohne Kerzen, wurde der Tisch nur am 24. Dezember.

"Die üblichen Aufgaben müssen auch heute erledigt werden. Dazu zählen Einsätze, die Überprüfung der Technik und Fahrzeuge, kleine Reparaturen und Wartungen", erzählte Rene Bansen. Zudem wurde einiges abgearbeitet, das sich die Kameraden seit einiger Zeit vorgenommen hatten. So glitten schwungvoll Farbroller über die Wände eines Schulungsraumes, der über die Feiertage neu hergerichtet wurde. An Fachleuten bestand kein Mangel. "Handwerkliches Geschick ist eine Voraussetzung für den Beruf des Feuerwehrmannes", konstatierte Rene Bansen.

Einen Weihnachtstag im 24-Stunden-Dienst zu verbringen, war für den Zugführer nicht ungewohnt. "Von den 20 Jahren im Beruf war das etwa 15 Mal so", erinnerte er sich. "Die Jüngeren wachsen von Anfang an in diese Verpflichtung hinein, auch die Familien müssen sich dem stellen." So war es wieder kein Problem, den Dienstplan aufzustellen. "Bei wem es nicht ging, für den wurde eine andere Lösung gefunden", betonte Rene Bansen. An jedem Feiertag kam ein Vertreter der Feuerwehrspitze vorbei, um den Kameraden zu zeigen, dass ihr Einsatz geschätzt wird.