Das Foto lief bundesweit durch die Medien: Ein Energie-Fan war bei DFB-Pokalspiel des FC Energie Cottbus gegen den SC Freiburg mit einem Oberteil aufgetaucht, dass den Schriftzug „Sieg Heil Son“ trug. Die Polizei startete eine Öffentlichkeitsfahndung, immer wieder wurden die Bilder des Trikots gezeigt.

Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum: „Es gab bereits einen vagen Verdacht, der dann im Zuge der Öffentlichkeitsfahndung bestätigt wurde.“ Der Tatverdächtige ist 38 Jahre alt und stammt aus Cottbus. Er muss sich nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Symbole vor Gericht verantworten. Die Höchststrafe dafür liegt bei drei Jahren Haft. Da es sich offenbar um einen Ersttäter handelt, wird es vermutlich bei einer Geldstrafe bleiben.

Ob es sich um ein Mitglied der radikalen Fanszene von Energie Cottbus handelt, ist nicht bekannt. Der Verein hat allerdings schon jetzt angekündigt, dass er ein bundesweites Stadionverbot für den Mann anstrebt. Der Verein begrüße den Fahndungserfolg und wolle auch weiterhin kein rechtsextremistisches, rassistisches und menschenverachtendes Verhalten tolerieren.