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Rechtsextremisten kommen in Cottbus nicht vom Fleck

FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Neonazidemo am Samstag in Cottbus anläßlich des Gedenkens an den Bombenangriff im Februar 1945 auf die Stadt wurde für die Extermisten zum Desaster. Etwa 120 Teilnehmer des vom Kreisverbandschef der NPD angemeldeten Aufmarsches konnten vom Sprewaldbahnhof aus nur zwei Straßenzüge weiter laufen, bis sie von mehrerern Blockaden durch zahlreiche Gegendemonstranten endgültig zum Stillstand gezwungen wurden. sim

Ein massives Polizeiaufgebot schirmte die Extremisten ab, konnte ihnen jedoch die angemeldete Demonstrationsstrecke nicht freimachen. Der Neonazi-Zug musste nach längerer Verhandlung mit der Polizei umdrehen und auf seinem Hinweg zum Bahnhof zurückkehren. Bei Zwischenkundgebungen wurde die Polizei durch die Extremisten beschimpft. Nach rund drei Stunden reisten sie ab. Damit verzeichnete der Neonazi-Aufmarsch in diesem Jahr weniger Teilnehmer als 2013 und legte auch eine noch kürzere Marschstrecke zurück. Der Zug gelangte nur noch bis an den Rand eines Wohngebietes und bewegte sich fast komplett nur auf Straßen ohne direkt angrenzende Wohnbebauung.

Der Samstagnachmittag blieb weitgehend friedlich bis auf den Durchbruch einer größeren Gruppe von jungen Gegendemonstranten durch eine Polizeikette, um kurz dahinter eine Sitzblockade zu errichten. Die Beamten kesselten die Gruppe ein und stellten die Personalien der Teilnehmer fest.

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