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| 17:36 Uhr

Rechtsextremismus in Cottbus
Grüne kritisieren OB Kelch und Energie

Cottbus. Das Hissen eines Gedenkbanners für einen verstorbenen rechtsextremen Hooligan im Stadion der Freundschaft beschäftigt jetzt auch die Grünen im Potsdamer Landtag. Urula Nonnenmacher, Fraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen, hat scharfe Kritik an der Vereinspitze und an Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) geübt.

„Seit Jahren ist bekannt, dass es in Cottbus massive Probleme mit rechtsextremen Hooligans gibt“, sagt Nonnenmacher. Das Personal hätte mehr Fachkenntnis und Aufmerksamkeit gegenüber rechtsextremen Unterwanderungs-Aktionen im Stadion an den Tag legen müssen. Zudem kritisiert sie OB Kelch: Er habe sich zwar anlässlich des Vorfalls zu Wort gemeldet, allerdings mit dem relativierenden Hinweis, die Aktion sei auch „Wasser auf die Mühlen (…) derer, die unsere Stadt pauschal in die rechte Ecke stellen“. Nonnenmacher sagt, dass Kelch am Holocaust-Gedenktag ein wichtiges Signal hätte setzen können, wenn er an der Gedenkfeier in der Cottbuser Synagoge teilgenommen hätte.

(red/hil)