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| 16:50 Uhr

Aufzeichnung für Fernsehmagazin
Gespräch über wendische Sprache

 Wie in Döbbrick pflegen die Bewohner vieler Dörfer sorbische Traditionen. Doch die Zukunft der Sprache steht in Frage.
Wie in Döbbrick pflegen die Bewohner vieler Dörfer sorbische Traditionen. Doch die Zukunft der Sprache steht in Frage. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Diskussion beim RBB findet am 6. Juni im Cottbuser Stadthaus statt.

Der RBB widmet sich der Frage: „Stirbt die wendische Sprache?“ Die Mitarbeiter der Redaktion laden für Donnerstag, 6. Juni, um 19 Uhr zu einer Diskussion ins Cottbuser Stadthaus ein. Daran nehmen Schüler und Eltern des Niedersorbischen Gymnasiums teil. Weitere Fachleute sind eingeladen. Zu ihnen zählen der Direktor des Instituts für Sorabistik in Leipzig, Professor Eduard Werner und das Mitglied des Sorbenrates Angela Schurmann. Christian Mathée wird das Gespräch moderieren. Der Einlass beginnt bereits um 18.30 Uhr.

RBB-Mitarbeiterin Anne Holzschuh erläutert dazu: „Wir wollen durch eine ehrliche Bestandsaufnahme erfahren, wie es um die Sprache bestellt ist und ob eine Revitalisierung möglich wäre.“ Seit mehr als zehn Jahren arbeiten Anne Holzschuh und Christian Mathée für die sorbische Redaktion des RBB. Deshalb entschieden sie sich nun dafür, eine Talkshow zu organisieren, die sich mit der Zukunft der Sprache befasst. „Das ist auch für uns eine Premiere“, sagt Anne Holzschuh.

Der RBB zeichnet die öffentliche Veranstaltung für sein sorbisches Programm in Hörfunk und Fernsehen auf. Ausschnitte sendet er am Pfingstsonntag ab 12.30 Uhr. Das Magazin „Łužyca“ zeigt die Diskussion am 15. Juni um 13.30 Uhr. Es wird seit dem Jahr 1992 in niedersorbischer Sprache mit deutschen Untertiteln ausgestrahlt.

Auch der Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden wird sich am 19. Juni im Potsdamer Landtag mit der „lebendigen Zweisprachigkeit“ befassen. Zu den Themen der Konferenz gehört die Qualität des Vermittelns sorbischer Sprache in der Schule.