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| 01:54 Uhr

Razzia bei Cottbuser Messegesellschaft

Die Cottbuser Messehallen der CMT
Die Cottbuser Messehallen der CMT FOTO: Mario Behnke
Cottbus. Die Staatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) hat Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter der Cottbuser Messegesellschaft CMT aufgenommen. Am Dienstag sind Unterlagen gesichert worden. Von Simone Wendler und Sven Hering

Ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums bestätigte auf Anfrage, dass am Dienstag in Cottbus, Berlin und Wandlitz (Landkreis Barnim) im Auftrag der Neuruppiner Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte Büros und Wohnungen durchsucht wurden. Das Amtsgericht Neuruppin hatte entsprechende Beschlüsse dafür gefasst. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren gegen einen Mitarbeiter der CMT in Cottbus. Der soll einem Malerbetrieb Aufträge erteilt und dafür als Gegenleistung eine kostenlose Malerrenovierung seines Privathauses bekommen haben. Gegen welchen CMT-Mitarbeiter sich der Verdacht richtet, sagte der Polizeisprecher nicht.

Nach RUNDSCHAU-Recherchen soll es sich dabei um den Geschäftsführer der Firma handeln. CMT-Geschäftsführer Bernd Koch bestätigte auf Nachfrage die Durchsuchung der Staatsanwaltschaft. Weitere Angaben wollte er am Dienstag nicht machen. Er werde sich erst mit seinem Anwalt konsultieren, so Koch. Die Cottbuser Stadtverwaltung wollte sich zu den Ermittlungen nicht äußern. "Wir haben keine Information der Staatsanwaltschaft erhalten", erklärte Rathaussprecher Wieland Eschenburg.

Die Messegesellschaft CMT ist als städtisches Unternehmen Dienstleister im Freizeitbereich und offizieller Touristikpartner der Stadt Cottbus. Sie kümmert sich außerdem um das Messe- und Kongressgeschäft.