| 16:23 Uhr

Bunte Ballnacht im Pückler-Saal
Rauschender Ball fürs Handwerk

Mehr als 300 Gäste aus dem Handwerk und der Wirtschaft in der Region Cottbus feierten am Samstagabend im Radisson Blu Hotel beim 24. Cottbuser Handwerkerball.
Mehr als 300 Gäste aus dem Handwerk und der Wirtschaft in der Region Cottbus feierten am Samstagabend im Radisson Blu Hotel beim 24. Cottbuser Handwerkerball. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Beim 24. Handwerkerball können 300 Gäste aus der Region auf ein sehr erfolgreiches Jahr im Handwerk zurückschauen. Von Antje Posern

Mit bester Stimmung hat Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus, eine lange Ballnacht eröffnen können. Mit gutem Grund, wie er bei der Begrüßung stolz begründete: „Die Konjunkturumfrage vom Herbst war so gut wie noch nie. 96 Prozent unserer Mitglieder bewerten ihre Geschäftslage mit gut oder befriedigend.“

Wer heutzutage einen Handwerker benötige, müsse sich mittlerweile auf Wartezeiten einstellen. Die Auftragsbücher seien in den meisten Betrieben gut gefüllt. Als gutes Zeichen bewertete er, dass das Handwerk in der Region in diesem Jahr mehr Lehrlinge gewinnen konnte. Aber: „Wir haben noch jede Menge offene Lehrstellen.“ Das Handwerk habe goldenen Boden, warb Peter Dreißig, und biete zahlreiche Qualifizierungsmöglichkeiten.

Der Handwerkskammerpräsident berichtete den Gästen zudem von einem ganz besonderen Ereignis: Im August konnte er zum ersten Mal einen Platin-Meisterbrief übergeben – zu ihrem 95. Geburtstag an Irene Neubert aus Doberlug-Kirchhain, die vor 70 Jahren ihre Meisterprüfung im Herrenschneiderhandwerk abgelegt hatte.

Etwa 300 Gäste konnten Peter Dreißig und Knut Deutscher, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus, im festlich hergerichteten Pückler-Saal begrüßen, darunter Kreishandwerkermeister, Innungsobermeister und Ehrenmeister, Vertreter von Handwerkskammern aus Halle/Saale und Magdeburg, den Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Peter Kopf, den Präsidenten des Wirtschaftsforums Brandenburg, Dr. Milos Stefanovic, Vertreter des Carl-Thiem-Klinikums sowie zahlreiche weitere Unternehmen wie zum Beispiel die Cottbuser Großvermieter. Nicht zu vergessen jene Partner, die das Handwerk seit 24 Jahren unterstützen. Allen voran nannte Dreißig die Sparkasse Spree-Neiße. „Nur die Landespolitiker machen sich in diesem Jahr etwas rar“, stellte er fest. Er hatte sich zumindest auf den Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch gefreut, der leider aufgrund einer Virusinfektion kurzfristig abgesagt hatte.

Dass die Gäste des Handwerkerballs zu feiern wissen, belegte er mit Zahlen aus den vergangenen Jahren. So hätten bei den vergangenen Bällen die Tanzpaare jeweils etwa fünf Kilometer am Abend zurückgelegt. Es seien insgesamt mehr als 2600 Liter Bier, 2500 Liter Wein und 2000 Liter Sekt  getrunken worden.

Tanzen durch die Nacht beim Cottbuser Handwerkeball FOTO:

Für die kulinarischen Genüsse der 24. Auflage am Samstagabend sorgten wiederum Radisson-Blu-Küchenchef Wolfhart Schorten und sein Team. Er verwöhnte seine Gäste in diesem Jahr unter anderem mit französischen Austern, nach seinem Rezept geräuchertem Schwertfisch und Süßem wie flambierten Crepes.

Auch getanzt werden konnte wieder ausgiebig. Schick in Ballkleid und Anzug schwebten die Handwerker, Unternehmer und Ärzte bei Musik der Tanzband Dayami & Company über die Tanzfläche, während in der Bar Double Voices zum Tanzen einlud. In die 90er-Jahre entführte das britisch-US-amerikanische Poptrio Londonbeat (“I’ve been thinking about you“).

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Tanzfläche, als Markus, Yvonne König, Fräulein Menke und Geier Sturzflug zum Surfen auf der Neuen Deutschen Welle baten. Das Cottbuser Publikum erwies sich dabei als äußerst textsicher und feierte mit „Ich will Spaß“, dem „Tretboot in Seenot“, „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“ und „Pure Lust am Leben“.