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Rauschende Ballnacht in Cottbus für einen guten Zweck

Tanzen und dabei Gutes tun – dieses Konzept ist beim Wohltätigkeitsball der Cottbuser Lions im Radisson Blu aufgegangen.
Tanzen und dabei Gutes tun – dieses Konzept ist beim Wohltätigkeitsball der Cottbuser Lions im Radisson Blu aufgegangen. FOTO: Hilscher
Cottbus. Knisternde Roben, aufregende Dekolletés, der ein oder andere Lackschuh bei den Herren – die Gäste des 19. Wohltätigkeitsballs der Cottbuser Lions hatten sich ordentlich ins Zeug gelegt: Sie wollten feiern, tanzen, schlemmen – und dabei gleichzeitig Gutes tun. Andrea Hilscher

Falk Schwella, aktueller Präsident der Cottbuser Lions, begrüßte rund 220 Ballgäste im großen Saal des Radisson Blu und machte sehr eindrücklich klar, wie dringend die Hilfe der Lions und ihrer Unterstützer für verschiedene Projekte in der Region und auf anderen Kontinenten gebraucht wird: für ein Tastmodell, das Blinden und Sehbehinderten die Architektur des Altmarktes nahebringen soll, für eine Reanimationspuppe des DLRG, für das Lehrerfortbildungsprogramm Lions Quest, aber auch für ein Schulprojekt in Uganda. "Der Cottbuser Künstler Matthias Körner unterstützt dort eine Schule, und wir möchten Geld sammeln, um Kindern in Kampala den Schulbesuch zu ermöglichen."

Oberbürgermeister Holger Kelch leitete dann zum amüsanten Teil des Abends über, zitierte launige Verse von Wilhelm Busch und wünschte kurz und bündig: "Viel Spaß." Den hatten die Gäste, auch dank der ausgesprochen charmanten Moderation von Christian Matthée vom RBB. Der nämlich hatte sich kundig gemacht, was von Damen und Herren eines Balls zu erwarten ist. Etwa dies: "Alle Herren eines Tisches müssen mindestens einmal mit jeder Dame am Tisch tanzen."

Gesagt, getan, die Tanzband "Jamtonic" aus Leipzig spielte auf, nachdem zuvor die Cottbuser Sängerinnen Elisabeth und Felicitas Wrede mit klassischen Liedern begeistert hatten. Das Organisationsteam der Lions setzt damit wie schon in den vergangenen Jahren auf junge Künstler. "Die bringen frischen Wind auf so einen Ball und halten das Budget im Rahmen", so Klaus Freytag.

Besonders gelobt wurde das Buffet von Chefkoch Wolfhard Schorten, der gekonnt Raffiniertes mit Bodenständigem kombiniert hat: Lachs und heimischen Räucherfisch, zart gegarten Rinderrücken, Hausgeschlachtetes aus Vetschau und einen gigantischen Parmesankäse mit Hühnchen.

Und zwischendrin immer wieder die Losverkäufer, die für eine Teilnahme an der üppigen Tombola warben. Hier warteten über hundert Preise - vom Fahrrad über Hotelgutscheine, Racetruck-Rennen und Ballonfahrten - auf glückliche Gewinner.