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| 16:40 Uhr

Knotenpunktwegweisung im Spree-Neiße-Kreis
„Radeln nach Zahlen“ soll die Orientierung erleichtern

Burg. Knotenpunktwegweisung künftig auch im Spree-Neiße-Kreis. Amt Burg übernimmt überörtliche Radfernwege. Von Ulrike Elsner

Knotenpunktwegweisung nennt sich ein neues Radwege-Leitsystem, das im Barnimer Land  bereits praktiziert wird und demnächst auch im Spree-Neiße-Kreis Einzug halten soll. Nach niederländischem Vorbild entsteht an jeder Kreuzung von Radwegen, jeweils  gut sichtbar auf der Spitze eines Wegweisers positioniert, die Nummer des Knotenpunkts in weißer Schrift auf rotem Grund.  Damit wird ein „Radeln nach Zahlen“ möglich.  Dabei sind die Ausflügler allerdings nicht an die fortlaufende Reihenfolge gebunden, sondern entscheiden unterwegs von Knoten zu Knoten selbst, wo es langgeht.  Ein Zielwegweiser zeigt das jeweilige Ziel an und benennt die Entfernung. Ergänzt werden  diese Angaben durch Zwischenstationen sowie Symbole verschiedener Themenrouten.

Nach einem Konzept des Berliner Büros für Tourismus und Radverkehr Radschlag soll auf diese Weise das 1348 Kilometer lange Radwegenetz im Spree-Neiße-Kreis ausgeschildert werden. Geplant sind insgesamt 1500 Schilderstandorte sowie 351 Knotenpunkte, von denen allein 59 im Amt Burg liegen. Ergänzt werden die Wegweiser durch Hinweise auf Gastgeber und Sehenswürdigkeiten. Wichtiger Grundsatz dabei sei, wie Andrea Tiffe vom Büro Radschlag zu Wochenbeginn in der Amtsausschusssitzung im „Stern“ Werben betonte, dass ein einmal in die Wegweisung aufgenommenes Ziel bis zu dessen Erreichen ausgewiesen werden muss.

Als Voraussetzung für die Einführung der Knotenpunktwegweisung hat der Amtsausschuss die Übernahme der überörtlichen Radfernwege von den amtsangehörigen Gemeinden zum 1. Januar 2018 einstimmig beschlossen. Damit liegt die Unterhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht künftig beim Amt Burg. Das betrifft den Fürst-Pückler-Radweg ebenso wie den Gurkenradweg, den Spreeradweg, die Niederlausitzer Bergbautour und die Tour Historische Stadtkerne.