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| 18:56 Uhr

Schulserie
Pyramiden zieren den Schulhof

Das Logo des Pückler-Gymnasium wurde von Kunstschülern kreiert.
Das Logo des Pückler-Gymnasium wurde von Kunstschülern kreiert. FOTO: Linda Kundisch
Cottbus. Leichhardt, Humboldt, Blechen, Pestalozzi – zahlreiche Personen zieren die Namen von Cottbuser Schulen. Doch spiegelt sich das auch im Schulalltag wider, fragt die RUNDSCHAU in einer kleinen Serie. Heute haben wir geschaut, wie viel Fürst im Pückler-Gymnasium steckt.

Fürst Pückler wurde als ältester von fünf Kindern am 30. Oktober1785 auf Schloss Muskau geboren und ist eine der faszinierendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Bekannt ist er als angesehener Schriftsteller, charmanter Verführer und vor allem als ausgezeichneter und begabter Parkgestalter. Er starb am 4. Februar 1871 und wäre sicher stolz, Namensgeber des Gymnasium zu sein, das 2006 aus der Fusion von Heinrich-Heine-Gymnasium, Spreeland-Gymnasium und Fürst-Pückler-Gymnasium entstand und sich in der Hegelstraße befindet. Das Fürst-Pückler-Gymnasium erhielt 1994 diesen Namen, zuvor war es die 2. EOS in der Gartenstraße.

Den Schülern und Lehren des Pückler-Gymnasiums mit ihrem Schulleiter Detlef Petatz ist es wichtig, dass die Schüler viel über die Person, die den Namen ihrer Schule trägt, wissen. Dies wird vor allem durch jährliche Projektwochen erreicht. Dabei setzen sich jeweils die 7. Klassen mit dem Leben und Wirken Pücklers auseinander. In der Projektwoche des vergangenen Jahres entwickelten die Schüler der Leistungs- und Begabungsklasse (Klassenstufe 5) sogar ein Rollenspiel, das bei mehreren Veranstaltungen der Schule aufgeführt wurde. Andere Klassen erweitern ihr Wissen durch Besuche in Schloss und Park Branitz. Die Ergebnisse sind Schaubilder, Videos und Spiele, die präsentiert werden und kulturelle Veranstaltungen der Schule bereichern.

Im Rahmen eines Schulprojektes entstanden auch diese Pyramiden.
Im Rahmen eines Schulprojektes entstanden auch diese Pyramiden. FOTO: Pückler-Gymnasium

Der Name „Pückler-Gymnasium“ wird außerdem besonders bei sportlichen Veranstaltungen ins Land getragen – durch Schul-T-Shirts, die jeder neue Schüler bekommt. „In diesem Jahr erreichten wir sogar das Bundesfinale im Tischtennis“, erzählt Schulleiter Detlef Petatz.

Die Parkgestaltung war Pücklers Leidenschaft. So wurde auch der Schulhof im Sinne Pücklers gestaltet. Zum zehnjährigen Bestehen des Pückler-Gymnasiums entwarfen und bauten alle Klassen Pyramiden, die auf dem Schulhof präsentiert und von einer Jury bewertet wurden. Die besonders gelungenen und schönen Exemplare, wurden außerdem im Branitzer Park dargeboten. Alle anderen Pyramiden schmücken noch heute den Schulhof. Auch in den beiden Schulgebäuden finden sich Ergebnisse der vergangenen Projektwochen und selbst die Schulhomepage bietet Aspekte vom Fürsten zum Inhalt.

„Biologielehrerin Roswitha Knappe veröffentlicht außerdem Bücher, dazu gehört zum einen ein Wegweiser des Parks Branitz. Sie war auch Komparsin im Pückler Film ’Fürst Pückler – Playboy, Pascha, Visionär’, erzählt Detlef Petatz. Die Premiere fand 2015 im Weltspiegel statt, zu der auch Fürst Pücklers Neffe Hermann Graf von Pückler anwesend war. „Er hatte Kontakt zur Schule, motivierte die Schulgemeinschaft, unterstützte durch Spenden die Arbeit des Fördervereins. Leider mussten wir 2017 Abschied von ihm nehmen.“, so Petatz. An der Trauerfeier nahmen er und Roswitha Knappe teil.

Pückler spielte zudem eine Rolle in einer Seminararbeit der 12. Klasse, dessen Thema hieß: „Der Zusammenhang von seelischer und körperlicher Gesundheit am Beispiel der Tuberkulosekrankheit Machbubas.“ Die Arbeit soll am 19. September präsentiert werden.

(Linda Kundisch)