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| 17:45 Uhr

Stollenprüfung in Cottbus
Stollenprüfer vergeben Bestnoten

Zur diesjährigen Stollenverkostung hatten die Kreishandwerkerschaft sowie die Bäcker- und Konditoreninnung Lausitz-Spreewald am Mittwoch in die Spree-Galerie eingeladen.
Zur diesjährigen Stollenverkostung hatten die Kreishandwerkerschaft sowie die Bäcker- und Konditoreninnung Lausitz-Spreewald am Mittwoch in die Spree-Galerie eingeladen. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Stollentest verbreitet am Mittwoch den ersten Weihnachtsduft in der Cottbuser Spree-Galerie. Publikumsliebling wird der Mohnstollen vom Bäcker Merschank.

Einen Vorgeschmack auf Weihnachten erhielten die Cottbuser am Mittwochnachmittag in der Spree-Galerie. Bereits zum 13. Mal hatte die Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung zur öffentlichen Stollenprüfung eingeladen. Wer auf die begehrten Kostproben der 23 Stollen aus war, die 18 Bäcker zur Verfügung gestellt hatten, musste allerdings pünktlich sein. Denn bereits eine halbe Stunde nach dem Anschnitt war alles aufgeputzt.

Ein Mandel- und ein Mohnstollen haben Karin Börner begeistert. Brigitta Müller findet Omas Backstolle super und genießt „den ersten Weihnachtsduft“ des Jahres in der Cottbuser Innenstadt. Die Holunderstolle beeindruckt Lothar Müller besonders. Während Wolfgang Börner rätselt, ob sich schon vom äußeren Erscheinungsbild her unter den anonymen Kostproben das Backwerk der langjährigen Favoriten Merschank aus Forst und Klinkmüller aus Luckau ausmachen ließe.

Der Holunderstollen ist bei dieser Prüfung tatsächlich ein Novum, wie Innungschef Horst Teuscher bestätigt. Diese Variation haben Vater Werner und Sohn René Klinkmüller gemeinsam ertüftelt, ist vom Jüngeren zu erfahren. Dafür hätten sie mit Holunder und Tonkabeere zwei verwandte Geschmacksnoten zusammengebracht. Die hohe Kunst des Backens lässt sich hier erahnen.

Stollenverkostung in der Spree-Galerie Cottbus FOTO: Von Michael Helbig

Insgesamt aber hat sich der Stollen nach Ansicht von Horst Teuscher trotz einiger Variationen „zum Glück nicht verändert“. Die Leute greifen nach wie vor gern auf den klassischen Mohn-, Butter- und Quarkstollen zurück. Was sich verändert hat, ist die Zeit des Stollengenusses. „Früher wurde der Stollen nach dem Backen auf den Schrank gepackt und Heiligabend angeschnitten. Dann musste er bis Ostern reichen“, sagt der Innungschef. Heute zwingen die großen Handelsketten auch die Handwerksbetriebe, den Stollenanschnitt vorzuziehen.

Von der Massenware hebt sich das am Mittwoch in der Spree-Galerie getestete Gebäck auf jeden Fall ab. Horst Teuscher: „Es ist ein regionales Naturprodukt. Und es schmeckt keinesfalls überall gleich. Jeder hat seine eigenen Rezepte.“

Was am Ende aus dem Ofen kommt, wird von der Fachjury anhand von sechs Kriterien geprüft. „Es geht um Aussehen, Oberflächeneigenschaften, Lockerung, Struktur der Krume, Geruch und Geschmack“, erläutert André Bernatzky, Leiter der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen. Regelrechte Fehler sind hierbei nicht zu erkennen. Nur hin und wieder eine leichte Abweichung von dem, was einen perfekten Stollen ausmacht, räumt die Jury ein. André Bernatzky ist übrigens auch in Dresden und im Erzgebirge als Stollenprüfer tätig. Welche Unterschiede sieht er zum Südbrandenburger Stollen? „Keine“, sagt Bernatzky, „der Stollen in Cottbus ist genauso gut.“

Das Publikum setzt wie schon im Vorjahr den Mohnstollen der Bäckerei Merschank in Forst auf Platz 1. Platz 2 und 3 geht an die Bäckerei Klinkmüller in Luckau. Die Fachjury vergibt 19-mal Gold und 13-mal Silber. „In diesem Jahr ist keiner der beteiligten Betriebe ohne Prädikat geblieben, freut sich Innungschef Teuscher über die ausgezeichnete Qualität des Lausitzer Weihnachtsgebäcks.

Stollenverkostung in der Cottbuser Spree Galerie.Zur diesjährigen Stollenverkostung hatten die Kreishandwerkerschaft sowie die Bäcker- und Konditoreninnung Lausitz-Spreewald am Mittwoch in die Spree Galerie eingeladen. Die Jury beurteilte die Stollen der einzelnen Bäckereien, und das Publikum hatte die Möglichkeit zahlreiche Stollenarten zu verkosten und per Abstimmung den „Publikumsstollen 2017“ zu küren.
Stollenverkostung in der Cottbuser Spree Galerie.Zur diesjährigen Stollenverkostung hatten die Kreishandwerkerschaft sowie die Bäcker- und Konditoreninnung Lausitz-Spreewald am Mittwoch in die Spree Galerie eingeladen. Die Jury beurteilte die Stollen der einzelnen Bäckereien, und das Publikum hatte die Möglichkeit zahlreiche Stollenarten zu verkosten und per Abstimmung den „Publikumsstollen 2017“ zu küren. FOTO: Michael Helbig
Stollenverkostung in der Cottbuser Spree Galerie.Zur diesjährigen Stollenverkostung hatten die Kreishandwerkerschaft sowie die Bäcker- und Konditoreninnung Lausitz-Spreewald am Mittwoch in die Spree Galerie eingeladen. Die Jury (v.l.n.r.: Hans-Werner Wahn, André Konsulke, Werner Klinkmüller, André Bernnatzky) beurteilte die Stollen der einzelnen Bäckereien, und das Publikum hatte die Möglichkeit zahlreiche Stollenarten zu verkosten und per Abstimmung den „Publikumsstollen 2017“ zu küren.
Stollenverkostung in der Cottbuser Spree Galerie.Zur diesjährigen Stollenverkostung hatten die Kreishandwerkerschaft sowie die Bäcker- und Konditoreninnung Lausitz-Spreewald am Mittwoch in die Spree Galerie eingeladen. Die Jury (v.l.n.r.: Hans-Werner Wahn, André Konsulke, Werner Klinkmüller, André Bernnatzky) beurteilte die Stollen der einzelnen Bäckereien, und das Publikum hatte die Möglichkeit zahlreiche Stollenarten zu verkosten und per Abstimmung den „Publikumsstollen 2017“ zu küren. FOTO: Michael Helbig