Das brandenburgische Verfassungsgericht muss prüfen, ob die Errichtung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz vor zwei Jahren rechtmäßig erfolgte. Gegen einige Vorwürfe verwahrt sich die Stiftung. Fritz-Michael Pückler, ein Nachfahre des berühmten Sammlers und Parkgestalters Hermann Fürst von Pückler, beklagt dabei, dass Teile der Familie benachteiligt würden. Beispielsweise beim Verkauf von Wertgegenständen aus der Branitzer Sammlung.

Dazu erklären Maximilian Graf von Pückler, der Sohn und Nachfolger von Hermann Graf von Pückler, sowie Dr. Stefan Körner, Vorstand der Stiftung: „Es ist bis zum heutigen Tage kein einziges restituiertes Sammlungsstück von der Erbengemeinschaft verkauft worden.“ Das Gegenteil sei der Fall. So ergänzten insbesonders der für das Pückler-Erbe hochverdiente Hermann Graf von Pückler (1939 bis 2017) und weitere Mitglieder der gräflichen Familie die Ausstellungen und musealen Räume im Branitzer Schloss mit Leihgaben aus ihrem Privatbesitz. „Der mobile Besitz, unter anderem der Nachlass des Fürsten Hermann Pückler, wurde nach 1994 auf Grundlage des Ausgleichsleistungsgesetzes an die berechtigten Erben der gräflichen Familie restituiert.“ Dieser werde auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen durch die Erbengemeinschaft verwaltet und der Stiftung als Leihgabe zur Verfügung gestellt, erforscht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.