Es dürften keine neuen Tagebaue aufgeschlossen werden, da diese der Region die Zukunft raubten, war eine Hauptforderung. Protestiert wurde gegen Kraftwerke mit CCS-Technologie zur Kohlendioxidabscheidung und die unterirdische Verpressung des Gases, die als zu gefährlich dargestellt wurde. Brandenburg dürfe kein CO2-Klo werden, lautete eine Parole. Dem Energiekonzern Vattenfall kreideten die Demonstranten an, die Umwelt zu verschmutzen und daraus resultierende Gewinne nach Schweden zu exportieren.

Vor dem Gebäude der IG Bergbau, Chemie und Energie warfen die Protestierer der Gewerkschaft vor, eine Wende in der Energiepolitik auszubremsen. An der SPD-Geschäftstelle wurde an die Besetzung des Parteibüros erinnert.

Teilnehmer des Klimacamps, Aktivisten von Greenpeace, Attac und Robin Wood, die Umweltgruppe Cottbus, Bürgerinitiativen gegen die Kohlendioxidverpressung aus Ostbrandenburg sowie Bürger aus den vom geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Gemeinden Atterwasch, Kerkwitz und Grabko versammelten sich zur Abschlusskundgebung vor der Stadthalle. Mitorganisator Daniel Häfner warf der SPD Verrat an ihren Versprechen vor. Ex-Ministerpräsident Manfred Stolpe habe zugesagt, Horno werde das letzte Dorf sein, das abgebaggert wird. Nachfolger Matthias Platzeck habe den Erhalt von Lacoma und seines wertvollen Naturraumes versprochen. Pfarrer Matthias Berndt bekräftigte die Forderung der Bürger aus den drei potenziell von Tagebaubaggern bedrohten Orten nach dem Erhalt ihrer Heimat.