Tobias Matschke, der als Brunnenbauer im Tagebau Jänschwalde tätig ist, steht hinter dem Protest der Lausitzer Bergleute und Kraftwerker. „Die Abschaltung des Blockes in die Sicherheitsreserve trifft mich auch persönlich hart. Viele gute Arbeitsplätze fallen für die Region weg. Für mich persönlich und meine Familie ist dieser Tag ein trauriger Tag“, sagt er.

Mick Wiggers, Auszubildender zum Industriemechaniker im Kraftwerk Jänschwalde, sagt: „Für mich bedeutet dieser Sonntag eine ungewisse Zukunft. Zwar ist mein Block noch nicht abgeschaltet. Aber meine berufliche Perspektive ist unklar.“ Für die Kollegen sei die Konservierung von Block F sehr anspruchsvoll. „Und es wird wohl auch recht schwierig sein, die Bereitschaft mit so wenigen Kollegen wiederherzustellen“, mutmaßt er. „Unser Block ist einer der modernsten mit magnetgelagerten Speisewasserpumpen und einer gemeinsam mit der Technischen Universität entwickelten Kohlestaubbefeuerung. Das fällt nun leider alles weg“, erklärt der junge Mann.

Andreas Fordon arbeitet im Leag-Kraftwerk Boxberg. Er schaut auf die Jobs, die der Lausitz als Energieregion verloren gehen. „Die heutige Abschaltung kostet uns 600 Arbeitsplätzen. Und das Schlimmste ist, dass keine jungen Leute nachrücken können. Ich fürchte, dass damit ein Stück Lausitz sterben wird“, sagt er.