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| 18:05 Uhr

Peitz
Mit Laborkoffer und Stift an die Teiche

Mit Dietrich Kunkel und Pädagogen der Oberschule „Peitzer Land“ erlebten die Schüler der Klasse 7b den Projektauftakt auch am Teich.
Mit Dietrich Kunkel und Pädagogen der Oberschule „Peitzer Land“ erlebten die Schüler der Klasse 7b den Projektauftakt auch am Teich. FOTO: Marion Hirche
Peitz. Siebtklässer treffen sich am Mittwoch, 26. September, zum Projekttag „Schule trifft Karpfen“, das zu den Peitzer Karpfenwochen gehört. Von Marion Hirche

Im Rahmen der fünften Peitzer Karpfenwochen findet inzwischen zum vierten Mal das Projekt „Schule trifft Karpfen“ statt. In der vergangenen Woche war dafür am Peitzer Fischereihof der Auftakt vollzogen worden. Dabei lernen die Mädchen und Jungen der 7. Klassen der Oberschule „Peitzer Land“ Wissenswertes zum Beruf des Fischers und über den Peitzer Karpfen kennen. Gefördert wird das Projekt über das Programm „Initiative Sekundarstufe I“ mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds.

Bei einem Einführungstag wurde den Siebtklässlern das Projekt durch Dietrich Kunkel von der Peitzer Edelfisch GmbH vorgestellt. Initiiert wurde es gemeinsam von der Schule und dem Peitzer Fischereiunternehmen. Auf Kunkels Frage, wer schon mal Karpfen gegessen hat, meldeten sich immerhin 50 Prozent der Schüler der 7b. Lion Morina aus Dissenchen konnte auch recht gut beschreiben, wie ihm der Fisch geschmeckt hat: „Bei uns gibt es immer zu Silvester Karpfen, der schmeckt immer sehr fetthaltig“. Tobias Spielberg aus Maust berichtete, dass sie den Karpfen immer räuchern und dass dann die Breitmaulstücken säuerlich seien. Der Dissenchener bewies auch bei weiteren Fragen schon ein recht gutes Wissen zum Thema Fischwirtschaft. So erklärte er, warum auch Chemie beim Thema Fisch wichtig ist: „Schließlich muss man das Wasser auch untersuchen können“. Manche Fakten hat er beim alljährlichen Schaufischen im Herbst erfahren.

Am Mittwoch kommen die Mädchen und Jungen der 7. Klassen zum eigentlichen Projekttag auf das Fischereigelände. Dabei werden sie sechs Station durchlaufen. Dabei geht es um den Beruf des Fischers, um Karpfenzucht und Fische, um das Wissen eines Teichwirts, um den Fisch als gesundes Nahrungsmittel, um die Tätigkeit des Kochs und um den Karpfen als Kunstobjekt. „Ich gehe gern angeln. Allerdings esse ich keinen Fisch. Aber das Projekt finde ich spannend“, sagte Tabea Seidel aus Branitz. Jolina Lehmann zeigte sich anfänglich gar nicht so interessiert, weil  auch der Fischerberuf hauptsächlich etwas für Jungs sei und sie keinen Fisch esse. Als sie aber von den einzelnen Stationen erfuhr, meinte  die Cottbuserin: „Das Programm ich ja sehr vielseitig. Da wird sicher auch für mich was Interessantes dabei sein“.

Am Mittwoch werden die Mädchen und Jungen dann also mit Kescher, Laborkoffer und Lupe, mit Schürze und Stift bis zum Nachmittag im Teichgebiet unterwegs sein. Über ihre Erlebnisse werden sie einen Bericht für das Peitzer Landecho schreiben.

„Das Projekt fordert Kenntnisse aus mehreren Fächern, nicht nur aus Biologie. Auch Wissen und Können aus Chemie, Physik, Mathematik, Deutsch und Kunsterziehung kommen zum Tragen. Das finde ich gut“, betonte Biologielehrer Alexander Weber und wurde dabei von Schul-Sozialpädagogin Manuela Wünsche und Schulrektorin Marlies During unterstützt.

Beim ersten Schnuppern für diesen besonderen Schultag erfuhren die Peitzer Oberschüler am Ufer eines der 35 Teiche noch, warum Sommerteiche nicht tief sind. Nachdem Luisa Hausmann aus Neuendorf erklären konnte, was der Unterschied zwischen einem Teich und einem See ist. Zum Abschluss des Projektauftakts ging es dann noch ins Fischereimuseum, wo der Unterschied zwischen, See-, Teich- und Flussfischerei erklärt wurde.