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| 09:15 Uhr

Wissenschaft und Forschung
Präsidentsuche für die BTU Cottbus-Senftenberg läuft

 Seit September leitet Prof. Dr. Christiane Hipp die Brandenburgisch Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg geschäftsführend. Neue Präsidentin werden, will sie aber nicht.
Seit September leitet Prof. Dr. Christiane Hipp die Brandenburgisch Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg geschäftsführend. Neue Präsidentin werden, will sie aber nicht. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Das Personalkarussell dreht sich. Bis Mitte Januar können sich Interessenten für den Posten des Präsidenten oder der Präsidentin an der BTU Cottbus-Senftenberg bewerben. Mit Spannung wird beobachtet, welche Bewerbungsunterlagen eingehen. Von Jan Siegel

Die BTU Cottbus Senftenberg braucht einen neuen starken Mann oder eine starke Frau an ihrer Spitze. Nach dem Wechsel von Jörg Steinbach auf den Posten des Brandenburger Wirtschaftsministers, ist die Stelle des BTU-Präsidenten vakant.

Die Zeit läuft

Geführt wird die Lausitzer Universität daher seit Mitte September von der langjährigen Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hipp, die als Präsidentin amtierend, gemeinsam mit dem bisherigen Führungsteam. Der Akademische Senat der BTU hatte die Ausschreibung für den Spitzen-Posten vorbereitet und mit dem Wissenschaftsministerium in Potsdam abgestimmt. Die Suche nach einem neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin läuft bis zum 14. Januar.

Hohe Erwartungen

Wer sich auf die Stelle bewirbt, muss einiges vorweisen können. Mit der jetzt veröffentlichten Ausschreibung sucht die Universität vor allem eine „Persönlichkeit mit Innovations- und Gestaltungswillen“. Vorausgesetzt wird nicht nur eine mehrjährige Leitungserfahrung im Universitäts- und Wissenschaftsbereich, sondern mit Blick auf den anstehenden Wirtschaftswandel in der Region ein besonderes Engagement für die Lausitz. Bei der Gestaltung der Zukunft der Lausitz solle der künftige Präsident oder die Präsidentin verlässlicher wissenschaftliche Partner sein und den Strukturwandlungsprozess als Vertreter der Universität aktiv begleiten, heißt es in der Stellenbeschreibung.

Die Amtszeit eines Uni-Präsidenten in Brandenburg beträgt sechs Jahre.

Was der Präsident verdient

Die Erwartungen an die Bewerber sind groß, das in Aussicht stehende Gehalt schreibt das Brandenburgische Besoldungsgesetz fest. Das sind in der Besoldungsgruppe W 3 derzeit 6043 Euro plus „zusätzliche Funktionsleistungsbezüge“.

Wie schnell eine Besetzung des Präsidentenpostens möglich sein wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Stelle intern besetzt werden kann oder ob ein neuer Mann oder eine neue Frau von außen favorisiert wird. Auch nach Ablauf der Bewerbungsfrist wird zunächst wohl unter Verschluss bleiben, wer Interesse an der wissenschaftlichen Führungsposition in der Lausitz zeigt. Christiane Hipp, die Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, die derzeit als BTU-Präsidentin amtiert, hatte im Vorfeld eine eigne Bewerbung um den Posten bereits ausgeschlossen. Das begründete sie damit, dass sie schon zu lange im Wissenschaftsmanagement der BTU arbeite.

Wer den Präsidenten wählt

Wenn es keine Favoriten aus dem eigenen Haus gibt, kann die Nachbesetzung noch lange dauern. Externe Bewerber sind nicht selten in noch laufenden Verträgen bei anderen Arbeitgebern gebunden und in der Regel so ganz kurzfristig nicht verfügbar.

Aus dem Bewerberkreis wählt eine fünfköpfige Findungskommission schließlich bis zu drei Kandidaten für den Präsidenten-Posten aus. Gewählt wird der neue Präsident oder die Präsidentin vom Akademischen Senat der BTU. Er oder sie wird zu guter Letzt von Brandenburgs Wissenschaftsministerin bestellt. Bis es aber soweit ist, dürften noch einige Monate ins Land gehen.