| 13:32 Uhr

Peitz und Bad Liebenwerda
Post vom falschen Staatsanwalt schockt Lausitzer

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann posiert am 09.09.2015 mit einem Telefon in Hannover (Niedersachsen). Die zunehmenden Betrügereien falscher Polizisten sind nach Einschätzung echter Kriminalermittler eine Form des organisierten Verbrechens. (zu dpa «Vorsicht, falsche Polizisten am Telefon» vom 16.09.2017) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann posiert am 09.09.2015 mit einem Telefon in Hannover (Niedersachsen). Die zunehmenden Betrügereien falscher Polizisten sind nach Einschätzung echter Kriminalermittler eine Form des organisierten Verbrechens. (zu dpa «Vorsicht, falsche Polizisten am Telefon» vom 16.09.2017) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Julian Stratenschulte / dpa
Cottbus. Post von der „Staatsanwaltschaft in Frankfurt/Main“ sorgt derzeit bei einigen Lausitzern für Unruhe. Die Polizei warnt: Es handelt sich um Fälschungen, Zwei aktuelle Fälle: Von Bodo Baumert

Wie die Polizei am Mittwoch mitgeteilt hat, erhielt unter anderem eine Frau aus Peitz am Dienstag Post von der „Staatsanwaltschaft in Frankfurt/Main“. Darin wurde sie aufgefordert, zur Abwendung einer hohen Freiheitsstrafe 16 000 Euro an ein Konto zu überweisen. „Dies tat sich nicht. Sie informierte die Polizei und erstattete Anzeige“, so Polizeisprecher Ralph Meier.

Eine 85-jährige Frau verständigte am Dienstagnachmittag die Polizei, nachdem sie ihre Post gesichtet hatte und ebenfalls ein merkwürdiges Schreiben vorfand. Wieder war Absender die „Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main“, wieder war der Inhalt ein fingierten Strafbefehl. Forderung diesmal: 18 000 Euro. Die Frau schöpfte jedoch sofort Verdacht und schaltete die Polizei ein.

Das sind keine Einzelfälle. „Immer wieder versuchen Betrüger sich unter verschiedenen Legenden Geld von lebensälteren Menschen zu erlangen. Dabei geben sie sich gern als Amtspersonen wie Staatsanwalt oder Richter aus“, so Polizeisprecher Meier.

Die betroffene Staatsanwaltschaft hatte bereits im August gewarnt. Unbekannte Betrüger versuchten mit den Briefen, an Geld heranzukommen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Wie viele der betrügerischen Schreiben verschickt wurden, ist nach Angaben einer Behördensprecherin unklar. Bekannt seien Fälle aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Polizei rät: „Prüfen Sie genau, um welches Schreiben es sich handelt. Bei dieser Überprüfung lassen Sie sich niemals unter Zeitdruck setzen. Gehen Sie nie übereilt auf Drohungen zu Kontensperrungen oder Pfändungen ein! Überweisen Sie nie als Voraussetzung für bestimmte Leistungen im Vorfeld Geld auf ausländische Konten, übermitteln Sie nie Gutscheincodes oder -nummern an Fremde“, so Meier. Ein gesundes Misstrauen helfe immer weiter. Wichtig sei, umgehend die Polizei zu informieren.