Beim Groß Gaglower Wanderpokal geht es um höherklassigen Fußball: Das Hallenturnier ist am 12. Januar 2020 mit mehreren Mannschaften besetzt, die auf Landesebene spielen. Und doch endet das Turnier am Rande mit einer Unsportlichkeit – und einem Polizeieinsatz.

Gegen 19 Uhr abends sausen gleich mehrere Polizeiautos durch die Cottbuser Innenstadt. Sie sind unterwegs zur Lausitz Arena, in der von der SG Groß Gaglow seit 14 Uhr das sonntägliche Turnier ausgetragen worden ist.

Am Start waren dort unter anderen Mannschaften der Titelverteidiger Eintracht Peitz, Wacker Ströbitz, Kolkwitz. Kunersdorf und Babelsberg 03 II, also gleich fünf Mannschaften, die auf Landesebene spielen.

Als das Turnier schon zu Ende ist und die Siegerehrung längst passé, geraten gegen 18.30 Uhr nach Angaben von Thorsten Wendt, Sprecher der Polizeidirektion Cottbus, 20 bis 30 „offensichtlich alkoholisierte“ Personen aneinander. „Wir ermitteln wegen gegenseitiger Körperverletzung“, sagte Wendt.

Es habe sich um eine intensive körperliche Auseinandersetzung gehandelt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei habe es drei Verletzte gegeben. „Die Täter flüchteten nach der Tat ins Stadtgebiet“, sagte der Polizeisprecher. Eine Fahndung sei durch die Polizei eingeleitet worden.

Nach Augenzeugen-Berichten gerieten zunächst zwei Männer aneinander. Es habe sich um „Privatleute“ gehandelt, sagte ein Sportler aus einer Turnier-Mannschaft, der seinen Namen nicht öffentlich machen will, der Lausitzer Rundschau. Aus dem Streit sei dann die Schlägerei geworden, wie der Mann sagte.

Dazu seien Freunde und Fußball-Anhänger gekommen, die nun mitmischten. „Dann flogen Fäuste“, sagte der Augenzeuge. Die Polizei sei eingetroffen und rückte demnach mit einem größeren Aufgebot in die Lausitz Arena ein.

Vor Ort waren auch Rettungskräfte und zwei Rettungswagen, über die Schwere der Verletzungen war allerdings zunächst nichts bekannt.