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Polizei und Ordnungsamt auf gemeinsamer Streife

Ordnungsamt und Polizei kontrollieren am ersten Tag die Einhaltung des Alkoholverbots in der Cottbuser Innenstadt.
Ordnungsamt und Polizei kontrollieren am ersten Tag die Einhaltung des Alkoholverbots in der Cottbuser Innenstadt. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Das Alkoholverbot für weite Teile der Innenstadt ist seit gestern in Kraft. Die Kontrollen sollen das Vertrauen wieder herstellen. Peggy Kompalla

Das Alkoholverbot zwischen Stadthalle, Puschkinpark und Stadtmauer sowie für den Schillerpark ist seit gestern in Kraft. Trotzdem geriet die Streife von Polizei und Ordnungsamt am Donnerstag überraschend zum Spaziergang. Über den üblichen Brennpunkten lag am Nachmittag eine entspannte Atmosphäre. Das registrierte Revierpolizist Uwe Pawlowski mit Genugtuung: "Wir wollen, dass sich die Leute in der Innenstadt wohlfühlen. Die verstärkte Polizeipräsenz der vergangenen Wochen zeigt bereits ihre Wirkung." Genau diesen Eindruck vermittelte die Szenerie. Kinder planschten mit den Händen in den Springbrunnen vor der Stadthalle. Am Familienhaus wurde Kindertag gefeiert. Die Burschen bestaunten die Uniformen.

Polizeisprecherin Ines Filohn betonte: "Wir können das Vertrauen wieder herstellen. Aber mit den Kontrollen löst sich das Problem nicht." Dessen ist sich auch Stadtsprecher Jan Gloßmann bewusst. "Wir werden in die Arbeit von Polizei und Ordnungsamt auch die Sozialarbeit und Streetworker integrieren."

Durch die Alkohol-Sperrbezirke könnten sich die Problemzonen einfach nur verschieben. "Deshalb kontrollieren wir auch die angrenzenden Bereiche, wie den Goethepark", erklärte Revierpolizist Pawlowski. Die Streife war am Donnerstag bis 21 Uhr unterwegs. Ab 18 Uhr gab es Unterstützung von den Kollegen der Ausländerbehörde. In den ersten Tagen überwiege die Aufklärung über das neue Verbot. "Aber wir müssen natürlich durchgreifen", sagte Pawlowski. Wer in den Verbotszonen mit Alkohol erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 55 Euro rechnen. Bei Härtefällen und Wiederholungstätern ist sogar ein Zwangsgeld von bis zu 1000 Euro möglich.

Neben den verstärkten Kontrollen, wünscht sich die Stadt eine Videoüberwachung des Stadthallenvorplatzes. Doch die Entscheidung liegt nicht in der Hand der Stadt. "Die Polizeibehörde hat das auf dem Tisch", so Ines Filohn.