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Polizei mit Großeinsatz auf dem Stadthallenvorplatz

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Cottbus. Nach den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen auf dem Cottbuser Stadthallenvorplatz hat die Polizei am Donnerstagabend mit einem Großeinsatz reagiert. Drei Personen wurden verhaftet. bob

Polizei und Stadtverwaltung hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, dass sie beim Problem auf dem Stadthallenvorplatz genauer hinschauen wollen. Am Donnerstagabend hat die Polizei nun ernst gemacht. Mit Streifen- und Bereitschaftsbeamten rückte Sie auf den Platz ein, um die dort wie üblich versammelte Gemengelage an Jugendlichen in Augenschein zu nehmen. Wie Polizeisprecher Maik Kettlitz am Freitagmorgen informierte, wurden bei dem Einsatz 51 Personen überprüft, je zur Hälfte Deutsche und Flüchtlinge. Den Jugendlichen wurde daraufhin ein Platzverbot erteilt. Drei wollten dem nicht nachkommen. Sie wurden deshalb in Gewahrsam genommen. Nebenbei wurde eine Person festgestellt, die eine Ersatzhaftstrafe antreten muss. Zwei gestohlene Fahrräder fanden sich auch noch an.

Ob es in den kommenden Tagen weitere Aktionen dieser Art geben wird, ließ die Polizei offen. Gemeinsam mit Ordnungsamt und Ausländerbehörde sind aber weiterhin Streifen auf dem Platz geplant, der sich in den vergangenen Tagen zu einem Brennpunkt von Auseinandersetzungen entwickelt hatte. Marco Mette, Leiter der Kriminalpolizei, jüngst gegenüber der RUNDSCHAU: "Körperliche Auseinandersetzungen häufen sich hier in einer Art und Weise, die wir mit polizeilichen Maßnahmen allein nicht mehr in den Griff bekommen."

In der vergangenen Woche hat es bei der Stadt einen kleinen Krisengipfel in Sachen Stadthallenvorplatz mit Polizei, Ordnungsamt, CMT, Spree Galerie und Lindner-Congress-Hotel gegeben. Abgesprochen ist eine regelmäßige Bestreifung durch Polizei, Ordnungsamt und Ausländerbehörde. Laut Stadtsprecher Jan Gloßmann "wird geprüft, ob man das offene WLAN einschränken kann und will. Auch das Thema Alkoholverbot auf dem Platz ist im Gespräch. Das ist juristisch aber nicht ganz so einfach. Aber die Gefahr ist natürlich, dass sich das Problem einfach nur verlagert."