ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 10:49 Uhr

Nächtlicher Einsatz am „Sound“
Polizei-Großkontrolle bei rechter Versammlung in Cottbus

FOTO: Fotolia
Cottbus. Den Versuch einer „Machtdemonstration“ aus der rechten Szene hat die Polizei am Freitagabend in der Cottbuser Innenstadt verhindert. Ein Großaufgebot kontrollierte Teilnehmer einer Versammlung. Von Bodo Baumert

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Freitagabend eine Veranstaltung im Cottbuser „Sound“ kontrolliert. Man habe einen „einen gefahrenabwehrenden Einsatz“ durchgeführt, berichtet Polizeisprecher Torsten Wendt. Dadurch seien „Versuche von Machtdemonstrationen und Provokationen“ verhindert worden.

Die Versammlung im Sound bezeichnet die Polizei als „Zusammentreffen von Personen und Anhängern der gewaltbereiten und zum Teil politisch motivierten regionalen und überregionalen Szene“. Es soll sich um Teile der gewaltbereiten Cottbuser Fußball-Fanszene, Rechtsextreme und Rocker gehandelt haben. Ohrenzeugen berichten von nächtlichen Rufen wie „Adolf Hitler Hooligans“ und ähnlichem.

In sozialen Medien war unter dem Motto „Cottbus steht zusammen und feiert Weihnachten“ zu der Veranstaltung aufgerufen worden. Bereits in der Einladung hatte es geheißen: „Wir möchten euch darauf hinweisen, dass es eine Kontrollstelle durch die Behörden geben wird. Demnach lasst bitte alle gefährlichen Gegenstände sowie Sturmhauben daheim und steckt euren Ausweis ein. Keine Sorge Freunde, es ist nur zur Sicherheit aller Beteiligten sowie fremden Schädlingen.“

Der Polizei-Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Zu nennenswerten Störungen sei es nicht gekommen, bestätigte die Polizei am Morgen. Es wurden aber mehrere Strafanzeigen angefertigt und Personalien festgestellt. „Die Cottbuser und ihre Gäste konnten den Weihnachtsmarkt am Abend ungestört besuchen“, sagte Polizeisprecher Wendt.