Die 67-jährige Brigitte Huth setzte laut Begründung des SPD-Ortsvereins "sozialpolitische Akzente": So gründete sie den Arbeitskreis für Gesundheitsförderung im Spree-Neiße-Kreis, der unter anderem den Aufbau von Selbsthilfegruppen und einer Schuldnerberatungsstelle anschob. Als ihr größtes Projekt gilt die Spremberger Tafel für bedürftige Bürger. Während sich im Jahr 1996 noch 60 Personen bei dieser Institution registriert hatten, waren es im Jahr 2013 bereits 3450. Zudem baute Brigitte Huth die Tafelprojekte in Welzow, Cottbus und Luckau auf. Auch heute arbeitet sie ehrenamtlich im sozialen Bereich.

Neben der SPD schrieb eine Einwohnerin von Spremberg einen Brief an das Rathaus, in dem sie sich ebenfalls für eine Ehrung von Brigitte Huth ausspricht: In einer "schwer miserablen Angelegenheit" sei sie zur Tafel gegangen, wo sich Brigitte Huth ihrem Problem angenommen und ihr geholfen habe. Auch im Privaten engagiert sich die Sprembergerin auf besondere Weise. Im Jahr 1984 nahm sie einen 14-jährigen Schüler in ihrer Familie auf, dessen Adoptiveltern verstorben waren, und ersparte ihm so eine eine Einweisung ins Heim.