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| 13:23 Uhr

Polizei erwischt viele Alkoholsünder
Pole war in Cottbus mit Messer und 3,6 Promille sprachlos

 Die Polizei hat im Spreewald am Montagabend einen 33-Jährigen mit 2,41 Promille am Steuer erwischt. Und darüber hinaus gab es in der Region weitere Fälle mit stark alkoholisierten Männern (Symbolfoto).
Die Polizei hat im Spreewald am Montagabend einen 33-Jährigen mit 2,41 Promille am Steuer erwischt. Und darüber hinaus gab es in der Region weitere Fälle mit stark alkoholisierten Männern (Symbolfoto). FOTO: Menna/Shutterstock
Cottbus/Spremberg/Lübben. Liegt’s etwa am bislang kühlen Frühlingswetter, dass sich einige Zeitgenossen mit Alkohol erwärmen wollten? Die Polizei weiß am Dienstag zumindest gleich von einigen Fällen zu berichten, bei denen viel zu tief in die Flasche geschaut wurde. Von Frank Hilbert

So war in Cottbus ein mit 2,46 Promille alkoholisierter Radfahrer am Montagnachmittag in der Straße der Jugend und Lutherstraße unterwegs. Während seiner Fahrt beschädigte er laut Polizei zwei Fahrzeuge. Wenig später lag er auf einer Rasenfläche im Bereich der Bahnhofsbrücke. Der 27-Jährige leistete erheblichen Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten, schlug wild um sich und spuckte herum. Er wurde beruhigt, fixiert und in Gewahrsam genommen. Eine beweissichernde Blutprobe erfolgte. Der Mann musste in eine Spezialabteilung des CTK eingeliefert werden.

Noch mehr „getankt“ hatte ein Pole am Montag gegen 20.30 Uhr in Cottbus. Vier 16 und 17 Jahre alte Jugendliche waren zu dieser Zeit in der Straßenbahn in Richtung Schmellwitz unterwegs. Während der Fahrt stand plötzlich ein mit 3,60 Promille alkoholisierter, in Cottbus wohnender, Mann aus Polen mit einem Messer in der Hand vor ihnen.

Der extrem hohe Alkoholisierungsgrad ließ offensichtlich keine Kommunikation zu. Er steckte jedoch das Küchenmesser wieder ein und übergab es später den Jugendlichen. Auch gegenüber einem inzwischen alarmierten Polizisten konnte sich der Pole nicht mehr artikulieren, sodass er zum Schutz der eigenen Person und zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen wurde. Das Messer stellten die Beamten sicher, eine beweissichernde Blutprobe konnte auch gewonnen werden.

Im Spremberger Douglasienweg war am Montagabend gegen 21.30 Uhr ein bereits einschlägig bekannter 30-Jähriger unterwegs. Unter dem starken Einfluss von Drogen und Alkohol beschädigte er auf seinem Weg ein Fahrzeug, einen Briefkasten und Solarlampen, informiert die Polizei. Zudem war er mit einem Fahrrad unterwegs.

Ein Drogentest reagierte positiv auf Amphetamine, der Alkoholtest zeigte 2,2 Promille an. Die Beamten fanden bei ihm Dosen mit betäubungsmittelverdächtigen Substanzen und Pillen. Die Drogen, nach Angaben des Mannes Cannabis, Crystal und LSD, wurden sichergestellt. Der Mann wurde zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun unter anderem wegen des Fahrens unter Alkohol und anderen berauschenden Mitteln sowie wegen der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Und das passierte ebenfalls am Montagabend – in Groß Leine bei Lübben: Dort ist der Polizei von Autofahrern ein Transporter gemeldet worden, dessen Fahrer offenbar unter Alkoholeinfluss aus dem Lübbener Stadtgebiet in Richtung Schwielochsee unterwegs war. Kurz nach 20 Uhr wurde das Fahrzeug nahe der Kreuzung der Bundesstraßen 87 und 179 bei Groß Leine durch die Beamten gestoppt.

Der Messwert des Atemalkoholtests lag bei dem 33-jährigen Fahrer aus Rumänien mit 2,41 Promille deutlich im Bereich einer Verkehrsstraftat. Zur Sicherung gerichtsfester Beweise wurde die Blutprobe veranlasst. Das entsprechende Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.