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Plumpe Verlockungen

Peggy Kompalla
Peggy Kompalla FOTO: M. Behnke
Kommentar. Die Stadt Cottbus schreibt schwarze Zahlen. Das ist Neuigkeit, die in Potsdam noch nicht richtig zur Kenntnis genommen wird. Peggy Kompalla

Der Cottbuser Oberfinanzer Markus Niggemann (CDU) prophezeit ab 2018 sogar deutliche Überschüsse und bis zum Jahr 2020 wird sich seinen Aussagen zufolge die Pro-Kopf-Verschuldung von Cottbus der viel gepriesenen Landeshauptstadt angleichen. Deshalb sagt Niggemann mit Selbstbewusstsein: "Wir werden unseren Haushalt aus eigener Kraft sanieren." Damit weist er Versprechen ab, die Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) jüngst wiederholt hat, um Cottbus die Kreisreform doch noch schmackhaft zu machen. Wie unzuverlässig diese Rechnungen sind, zeigt allein die versprochene jährliche Marscherleichterung: Sie schwanken wahlweise zwischen sieben, 20 und 23 Millionen Euro. Das klingt eher nach Schätzungen, als nach seriösen Zahlen. Deshalb tut Cottbus gut daran, sich von diesen vermeintlichen Verlockungen nicht verführen zu lassen. Sie wirken eher plump.

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