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Pläne für ein Kulturkino sind vorerst vom Tisch

Peitz. Die Idee hat ihren Reiz: Aus dem leer stehenden früheren Filmtheater an der Peitzer Dammzollstraße wollte Bürgermeister Jörg Krakow einen dringend benötigten Veranstaltungssaal machen. Ein Umbau hätte aus Fördermitteln finanziert werden können, mit dem Unterhalt und Betrieb des Gebäudes wäre Peitz allerdings auf Dauer überfordert gewesen. Andrea Hilscher

Eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hat jetzt allerdings ergeben: Wirtschaftlich ist das ehemalige Kino nicht zu betreiben.

Finanziell sinnvoll wäre eine Vermietung der Räumlichkeiten für private Feiern. Allerdings, so das Ergebnis der Studie, würden für derartige Feiern zumeist Räume gebraucht, die 70 oder weniger Menschen Platz bieten - und für solche Feiern gibt es in Peitz bereits ausreichend Angebote. Ein Diskothekenbetrieb in der Dammzollstraße wird ebenfalls ausgeschlossen: Das Konfliktpotenzial sei wegen zu befürchtender Lärmbelästigungen zu hoch. Örtliche Vereine, die sich in den Räumen eines neuen Kulturkinos einmieten könnten, haben zu wenig Geld, um eine angemessene Miete zahlen zu können. Die Macher der Studie kommend aber zu dem Ergebnis: "Ohne finanzielles Engagement durch Stadt und/oder Bürger ist eine Nachnutzung als Kulturkino nicht vorstellbar."

In der Stadtverordnetenversammlung wurde daher beschlossen, die Pläne vorerst nicht weiter zu verfolgen. Die Zukunft des ehemaligen Filmtheaters bleibt offen.