Ursprünglich hatte die Stadt auf zwei Ankermieter mit 1500 und 1000 Quadratmetern bestanden, um damit die kleinen Händler in der Sprem und im Umfeld zu schützen. Das sei wirtschaftlich nicht zu leisten, hatte Gepro-Chef Andreas Haas erklärt. Großmieter würden bewusst die Mieten drücken.

Auch im zweiten bisher strittigen Punkt hat sich der Umweltausschuss auf die Seite des Investors gestellt. Eine Sortimentsbeschränkung, wie von der Stadt gefordert, soll es in der Stadtpromenade nicht geben. Die Verwaltung wollte Schuh- und Bücherläden sowie Lederwarenanbieter untersagen. Diese Beschränkung hatte der Gepro-Chef gegenüber der RUNDSCHAU als „Quatsch“ bezeichnet, weil es bereits mit den Mietern im ersten Teil des Blechen-Carrés Verträge über Konkurrenzschutz gebe. „Der Bebauungsplan schafft dauerhaftes Nutzungsrecht“, so Haas. In zehn Jahren könne der Branchenmix um das Blechen-Carré ganz anders aussehen.

„Es muss endlich Schluss sein mit den Verhandlungen, die finanzielle Lage eines Investors wird dadurch nicht besser“, forderte Werner Schaaf (SPD) im Umweltausschuss eine schnelle Entscheidung. Dieser Auffassung schlossen sich alle Auschussmitglieder an. Ein positives Votum der Stadtverordneten vorausgesetzt, will Gepro in diesem Jahr mit den Abbrucharbeiten beginnen. Eine Eröffnung könnte noch Ostern 2011 möglich sein, stellt Haas in Aussicht. sh