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Pirsch durch die Wälder – 37 Arten im Pilzgulasch

Nach der Pilzwanderung wurde geschlemmt.
Nach der Pilzwanderung wurde geschlemmt. FOTO: Hirche jul1
Raakow. Die Plätze am Vereinshaus des 1. Drebkauer Angelvereines reichten kaum aus, so viele Männer, Frauen und Kinder waren in diesem Jahr bei der traditionellen Pilzwanderung dabei. jul1

Unterwegs fanden sie 37 essbare Pilz arten, die dann zu einem Pilzgulasch verarbeitet wurden. Darunter waren fette Henne, Goldröhrling, Brauner Hallimasch und der Graue Lärchenröhrling. Zusammen mit Kartoffeln ließen sich alle dieses Essen munden. "Es schmeckt hervorragend. Ich bin begeistert, wie viele Pilzarten da verwendet wurden. Allein hätte man nie so viele gefunden", meinte Susann Krajcsowics aus Cottbus.

Vor dem Essen waren die Teilnehmer in zwei Gruppen auf Sammeltour gegangen. Sie suchten in der Umgebung von Raakow und in der Region zwischen Casel und Göritz. Dabei füllten alle ihre Körbe gut. "In diesem Jahr gibt es wirklich massenhaft Pilze", meinte Andre Güttel, der mit dem Pilzsachverständigen Lothar Jankowiak aus Finsterwalde zum Pilztermin nach Raakow gekommen war. Zusammen mit dem Forster Sachverständigen Klaus Wilde und mit dem Kollegen aus Radensdorf bei Lübben Reiner Tietze ordneten sie den Funden Namenskärtchen zu. Die Farbe der Karten verriet den Betrachtern dann auch die Genießbarkeit der Pilze. Der einzig tödlich giftige Pilz, der Grüne Knollenblätterpilz, gehörte auch zu den Funden.

"Ich wollte wissen, welche Pilze man noch so essen kann. Ich kenne nur Maronen, Blutreizker, Stein- und Birkenpilze. Jetzt kenne ich noch ein paar mehr", war von Caroline Wussogk zu erfahren.

Bei der Fundbesprechung nach dem Mittagessen erfuhren alle Zuhörer vom Drebkauer Pilzsachverständigen Lutz Helbig, vom Initiator der Wanderung, dass der Große Riesenschirmpilz lecker schmecken kann, wenn er nach mit geschlossener Kappenform vom Stil befreit und mit Hackmasse gefüllt und so gebraten wird.

Viele Zuhörer wollten bei der Pilzvorstellung wissen, warum beim Butterpilz "Nur bedingt essbar" steht. Auch Detlef Balzer aus Kolkwitz fragte danach. " Bei diesem Pilz gibt es individuelle Unverträglichkeiten, und deshalb kennzeichnen wir ihn aus Vorsicht als bedingt genießbar", erläuterte Helbig.

"Es war heute ein toller Tag, bei dem Wetter hat es besonders Spaß gemacht und ich habe viel gelernt", resümierte Wolfram Freitag aus Cottbus.