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| 02:40 Uhr

Piratenpartei will sich für Erhalt der Bahnhaltestellen einsetzen

Wohin geht die Reise: Der Bundersparteitag der Piraten ist auch Termin zur Selbstfindung. Foto: dpa
Wohin geht die Reise: Der Bundersparteitag der Piraten ist auch Termin zur Selbstfindung. Foto: dpa FOTO: dpa
Cottbus. Die Piratenpartei Südbrandenburg hat sich gegen aktuelle Überlegungen der Brandenburger Landesregierung ausgesprochen, nach denen die Existenzberechtigung zahlreicher Bahnhöfe in der Region wegen "angeblich zu geringer Auslastung" infrage gestellt wird. Bei den Vorgesprächen zum Landesverkehrsplan waren im Landkreis Spree-Neiße die acht Bahnhaltestellen Klinge, Jänschwalde Ost, Teichland, Kolkwitz, Kolkwitz Süd, Kunersdorf, Bagenz und Leuthen in den Fokus gerückt, die bei Zählungen zu wenige Ein- und Aussteiger aufgewiesen hatten. bob

"Das Vorhaben erweckt den Eindruck, dass zur Finanzierung der Eröffnungspleite des Hauptstadtflughafens BER die Infrastruktur ausgerechnet der Bahn herhalten soll", beklagt Thomas Langen, Mitglied im Vorstand der Piratenpartei Südbrandenburg. Die Piratenpartei vertrete die Ansicht, dass die Aufrechterhaltung und Schaffung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur zur Erhaltung und Sicherung der Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land das oberste Ziel der Verkehrspolitik der Landesregierung sein sollte. Die Regierung in Potsdam müsse in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Deutschen Bahn die Attraktivität der Bahnhöfe so steigern, dass sie von Pendlern und Touristen, auch mit Fahrrädern, gerne genutzt werden.

"Nach jahrzehntelangen Versäumnissen den Zugang zur Bahn in einigen Orten komplett zu unterbinden, ist extrem kurzsichtig. Damit wird nach der Stilllegung von Strecken die Zerstörung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur fortgesetzt, auf die das Land mit dem absehbaren Ende des billigen Öls noch wesentlich dringender als jetzt angewiesen sein wird", sagt Pirat Thomas Langen aus Cottbus.