Brandenburg und Sachsen lassen der Ankündigung, gemeinsam gegen die braune Spree vorzugehen, erste Taten folgen. Nach ersten Maßnahmen im brandenburgischen Nordteil des Spreegebietes laufen in Sachsen Genehmigungsverfahren für Vorhaben in Burgneudorf, Schwarze Pumpe und Ruhlmühle. Letzteres will Projektträger LMBV im April starten.

Bei dem Modellprojekt Ruhlmühle handelt es sich um ein Verfahren, mit dem Eisen und Sulfat im Boden gebunden werden sollen, um nicht über das Grundwasser in die Spree geraten zu können. Das Gebiet Ruhlmühle im Landkreis Görlitz wurde dafür ausgewählt, weil hier die Eisen-Belastung des Grundwassers 300 bis 400 Milligramm pro Liter beträgt. Drei Milligramm reichen aus, um eine Braunfärbung in Gewässern zu erkennen.

Für Brandenburgs Landesregierung ist es überaus erfreulich, dass der Freistaat Sachsen beim Kampf gegen die braune Spree jetzt mit im Boot sitzt. "Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass Nachhaltigkeit in den Prozess einzieht", erklärt Regierungssprecher Thomas Braune. Aus Sicht des Präsidenten des Brandenburger Landesumweltamtes, Matthias Freude, gehören die neuesten Verfahren in die Lausitzer Bergbaufolgeregion.

Im Jahr 2014 stehen für Maßnahmen gegen die Verockerung der Spree neun Millionen Euro aus dem Verwaltungsabkommen mit dem Bund zur Verfügung.