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| 15:38 Uhr

Spielzeitmotto „Zusammenhalten“
Nicht nur am Sonntag: „Wir können noch so viel zusammen machen“

 Theaterleiter Reinhard Drogla sagt: „Die Zuschüsse gehen an die Mitarbeiter.“
Theaterleiter Reinhard Drogla sagt: „Die Zuschüsse gehen an die Mitarbeiter.“ FOTO: Sven Hering
Piccolo-Theaterleiter Reinhard Drogla freut sich auf die Puppenspielpremiere am 17. März – und über eine sichere Finanzausstattung. Diese ermöglicht zwei neue Stellen und steigende Gagen. Von Ida Kretzschmar

„Wir können noch so viel zusammen machen“, so heißt das Puppenspiel nach F. K. Wächter, das am Sonntag, 17. März, im Cottbuser Piccolo-Theater Premiere hat. Ein Titel, der nicht nur bestens zum Motto der Spielzeit „Zusammenhalten“ passt. Man kann jetzt auch am Piccolo-Theater noch so viel zusammen machen – und das mit einem weitaus sichereren Gefühl als bislang, stellt Theaterleiter Reinhard Drogla fest.

 Auch die Ferkel toben über die Bühne im neuen Piccolo-Puppenspiel „Wir können noch viel zusammen machen“. Am Sonntag hat es Premiere: um 15 Uhr für die Kleinen und um 19 Uhr für die Großen.
Auch die Ferkel toben über die Bühne im neuen Piccolo-Puppenspiel „Wir können noch viel zusammen machen“. Am Sonntag hat es Premiere: um 15 Uhr für die Kleinen und um 19 Uhr für die Großen. FOTO: Piccolo Theater / Michael Helbig

Die bessere Finanzausstattung macht das möglich. Die Zuschüsse vom Land und von der Stadt sowie aus dem Finanzausgleichsgesetz für das Theater steigen von 795 000  Euro im Jahr 2018 auf rund eine Million Euro in diesem Jahr an. Mit seinen ambitionierten Aufführungen sowie seinen engagierten Projekten kultureller Bildung spiele das Piccolo eine zentrale Rolle im Kulturleben der Lausitz und gehört zu den herausgehobenen Theatern des Landes, heißt es aus dem Kulturministerium (die LR berichtete).

„Mit dem neuen Theater- und Orchesterrahmenvertrag des Landes ist auch die Existenz des größten Kinder- und Jugendtheaters im Land Brandenburg für die nächsten vier Jahre gesichert. Das bedeutet auch eine große Wertschätzung unserer Arbeit“, freut sich Drogla: „Die Zuschüsse kommen ohne Wenn und Aber den Mitarbeitern und freien Künstlern zugute“, unterstreicht er. So ist es nun möglich, die Besetzung um zwei Stellen auf insgesamt 20 zu erhöhen. Und es habe bereits Änderungsverträge gegeben, die eine Steigerung der Gehälter um zehn Prozent sichern, die so in tarif­ähnliche Nähe rücken. Im Förderungszeitraum werde es weitere Gehaltssteigerungen geben können.

2000 Euro brutto beträgt die tariflich vereinbarte Mindestgage für Schauspieler. Bislang war man davon am Piccolo-Theater weit entfernt. In den vergangenen Jahren sei es deshalb immer schwieriger geworden, Stellen zu besetzen. „Meist scheiterten die Gespräche an Gagenvorstellungen“, gibt Drogla zu. „Die gute Atmosphäre am Haus, dass man mitbestimmt und selbstbestimmt arbeiten und viel Spaß miteinander haben kann, führt zwar dazu, dass auch freie Künstler gern mitwirken. Aber dafür bekommen sie beim Bäcker kein Brot. Sie müssen also auch ordentlich bezahlt werden“, betont Drogla. So sei er sehr froh, auch den Honorarfond um zehn Prozent erhöhen zu können.

Durch den neuen Finanzierungsschlüssel stehen dann in den nächsten Jahren auch zwei Prozent mehr bei Sachausgaben für das Piccolo-Theater zur Verfügung, was beispielsweise für neue Kostüme nützlich sei.

Um noch einmal den Titel der nächsten Premiere aufzugreifen: Das Piccolo-Theater kann also wesentlich entspannter als bisher noch so viel zusammen machen. Drogla verweist auf die Premiere des Theaterjugendklubs „Boy don’t cry“ am 27. April. Am 18. und 19. Mai erobern die Tanzgruppen mit ihren Partnern aus Zielona Gora und das Deutsch-Sorbische Ensemble die Bühne und offenbaren ihre „Tanzträume“. Eine Woche später präsentieren die Kinder- und Jugendspielclubs ihre „Spielträume“. Sommerlaune verbreitet wieder „Love, Love, Love“... Und Reinhard Drogla versäumt es auch nicht, schon mal für den Herbst zum 20. Cottbuser Puppenspielfest einzuladen.