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Pflegeheim-Mitarbeiter protestieren

Mit Trillerpfeifen und Plakaten verbreiteten die Pro-Seniore-Mitarbeiter am Freitag ihre Botschaft.
Mit Trillerpfeifen und Plakaten verbreiteten die Pro-Seniore-Mitarbeiter am Freitag ihre Botschaft. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Mitarbeiter der beiden Pflege-Einrichtungen von Pro Seniore in Cottbus haben am Freitag für mehr Lohn und Gehalt demonstriert. Rund 30 Beschäftigte waren in den Ausstand getreten und zogen vom Fontaneplatz über den Stadtring. Peggy Kompalla

Dabei hielten sie Schilder hoch wie "Genug gespart. Gute Arbeit. Gute Leute. Gutes Geld" oder "Am Feiertag frei = bei uns 7 Stunden nacharbeiten".

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi setzt sich für einen besseren Tarifvertrag für die rund 100 Beschäftigten der beiden Cottbuser Pflegeeinrichtungen ein. Die Tarifkommission fordert demnach einen Vertrag, wie er mit dem Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum im Landkreis Elbe-Elster abgeschlossen wurde. Die Beschäftigten bei Pro Seniore in Cottbus erhalten Verdi zufolge abhängig von der Beschäftigungszeit zwischen acht und 38 Prozent weniger Entgelt als die Beschäftigten in Elbe-Elster.

Pro Seniore hatte zuletzt eine Entgelterhöhung von 1,5 Prozent ab dem 1. Januar 2017 angeboten. Dies entspreche einer monatlichen Entgelterhöhung zwischen 19 und 27 Euro brutto - je nach Arbeitszeit. Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke dazu: "Dieses Arbeitgeberangebot ist völlig unzureichend und nicht wertschätzend." Deshalb der Warnstreik von 11 bis 15 Uhr. Für die Pflegebedürftigen war in der Zeit ein Notdienst eingerichtet.

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