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Pferdesport Ein Sachse holte den Sieg

Den jungen Traditionen gemäß stattete der Reit- und Fahrverein Cottbus „An der Kutzeburger Mühle“ auch sein 8. Reit- und Springturnier als ein „Volksfest im Grünen“ aus. Neben den sportlichen Ereignissen mit einem sächsischen Sieg in der S-Springprüfung durch Alexander Jüngel kam in den Spring-, Dressur- und Geländeprüfungen vor allem der Nachwuchs zum Zug. Von Hajo Schulze

Die Bahn in Gallinchen bleibt auch weiterhin ein Garten des Lernens. Als willkommene Zugabe streute der Gastgeber wieder zahlreiche Schaubilder ein, die aus der Historie des Pferdesports berichteten. „Unsere Zuschauer wollen das sehen“ , sagte die Vereinsvorsitzende Jutta Blaurock. „Sie kommen vor allem auch wegen der Schaubilder.“ Mit 1700 zahlenden Zuschauern an beiden Turniertagen war der Veranstalter, der immerhin etwa 60 Helfer in den ehrenamtlichen Dienst stellte, nicht ganz zufrieden. „Die Zahl der Besucher ging im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren weiter zurück“ , so Pressesprecher Horst Stein. Vielleicht ging auch die brütende Hitze den Menschen (und Tieren) aufs Gemüt. Um Regenduschen mitten im Programm kam der Veranstalter herum. „Wir hatten aber alle Vorkehrungen für ein Unwetter getroffen“ , erklärte Horst Stein. „Es gab ja eine Unwetterwarnung. Vielleicht hat sie auch die Zuschauerresonanz etwas gebremst.“
Für den Papitzer Springreiter Jürgen Kisker verlief das S-Springen als einer der Lokalmatadoren nicht nach Wunsch. Ausgerechnet noch am vorletzten Hindernis riss sein neunjähriger Wallach „Campari 106“ ein Hindernis ein und konnte dem fehlerfrei führenden Alexander Jüngel den Rang nicht streitig machen. Kisker war mit seinem siebenten Rang nicht glücklich.
Den Umlauf bezeichnete der Vorsitzende des Papitzer Vereins als relativ schwer mit einer Dreifachkombination, an der zahlreiche Reiter die Fehlerpunkte auf ihr Konto brachten. So blieb Alexander Jüngel aus dem sächsischen Reit- und Jagdclub Ried als einziger fehlerfrei. Die erwartungsvollen Zuschauer wurden um die Zugabe „Stechen um den Sieg“ gebracht. Schließlich mussten sieben Reiter mit einem Abwurf leben (vier Fehlerpunkte), wobei Peter Fröhlich (LRF Bülow-Neubeeren) 31 hundertstel Sekunden flotter über den Parcours ritt als Ingo Marko mit „Landfürst 4“ aus Papitz.
Der angekündigte Landesmeister Siegmar Stroehmer war wegen eines Starts in Mecklenburg-Vorpommern nicht nach Gallinchen angereist. Die Springprüfung der Klasse M/A national war als „Preis der Lausitzer Rundschau“ ausgeschrieben. Frances Salzmann aus Lebusa setzte sich in dem starken Feld mit einem Nullfehlerritt durch.
Die Trilogie der Niederlausitzer Turniere ist nach Papitz, Sielow und nun Gallinchen abgeschlossen. Vielleicht ließe sich aus diesem Turniergeschehen im kommenden Jahr in der Kategorie S-Springen eine Cupserie mit durchgehender Wertung gestalten? Das könnte alle drei Turniere vielleicht noch aufwerten.