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| 18:11 Uhr

Besonderer Wert auf die Seelsorge
Überraschung in der Oberkirche: Rinecker zur neuen Generalsuperintendentin gewählt

Pfarrerin Theresa Rinecker
Pfarrerin Theresa Rinecker FOTO: Benjamin Lassiwe
Cottbus. Die 54-jährige Pfarrerin Theresa Rinecker ist die neue Generalsuperintentendentin des Sprengels Görlitz der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der in der Cottbuser Oberkirche St. Nikolai tagende Wahlkonvent wählte die Theologin mit 18 von 29 Stimmen im ersten Wahlgang. Von Benjamin Lassiwe

Ihre Gegenkandidatin, die Cottbuser Superintendentin Ulrike Menzel, erhielt elf Stimmen. Rinecker folgt auf Martin Herche, der im Oktober aus Altersgründen in Pension geht.

Rinecker erklärte vor ihrer Wahl, besonderen Wert auf die Seelsorge legen zu wollen. "Die Seelsorge gehört seit vielen Jahren zu den Dingen, für die mein Herz besonders brennt", sagte Rinecker. Sie sei eine Frage von Haltung und Kultur. "Seelsorge fragt nach den Möglichkeiten und Ressourcen von Strukturen und Mitarbeitenden", so Rinecker. "Seelsorge respektiert Grenzen, sie unterstützt und achtet darauf, wie die Arbeitsbedingungen wirklich sind, und was der Einzelne zu leisten hat." Die Theologin leitet seit 2008 das Seelsorgeseminar der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, das seinen Sitz in Halle an der Saale hat.

Der Sprengel Görlitz der EKBO entstand nach der Fusion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz aus der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg und der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz. Er umfasst rund 175.000 evangelische Gemeindeglieder zwischen dem sächsischen Görlitz und dem Oderbruch in Brandenburg. Eine Generalsuperintendentin ist Mitglied der Kirchenleitung der EKBO und vertritt diese vor Ort. In anderen Landeskirchen würde man sie als Regionalbischöfin bezeichnen.