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| 17:07 Uhr

Peitz
Peitzer Maler holen sich Inspirationen

 Hans Müller von den „Peitzer Land Malern“ hat sich beim Pleinair in Lieberose einen Platz direkt an der Zufahrt zum Schloss gesucht und das barocke Gebäude zu einem Motiv für seine künstlerische Arbeit gemacht.
Hans Müller von den „Peitzer Land Malern“ hat sich beim Pleinair in Lieberose einen Platz direkt an der Zufahrt zum Schloss gesucht und das barocke Gebäude zu einem Motiv für seine künstlerische Arbeit gemacht. FOTO: Ingrid Hoberg
Peitz. „Peitzer Land Maler“ treffen sich zum Pleinair und bereiten Ausstellung in der Galerie der Darre für den Herbst vor. Von Ingrid Hoberg

Es ist ein Wetter wie gemacht für ein Pleinair, für das Zeichnen und Malen unter freiem Himmel bei natürlichen Licht- und Schattenverhältnissen. Vier „Peitzer Land Maler“ haben sich am Dienstag am Lieberoser Schloss getroffen, um gemeinsam auf Motivsuche in der Nachbarstadt zu gehen. Dass sie dabei die Kreisgrenzen von Spree-Neiße nach Dahme-Spreewald überschritten haben, spielt keine Rolle. „Ich bin öfter in der Gegend unterwegs“, sagt Hans Müller (66) und er kennt auch das Lieberoser Schloss, das mehrere Umbauphasen erlebte und in seiner jetzigen Gestalt vom Barock geprägt ist.

Die kurze Führung mit Dieter Klaue vom Förderverein Lieberose eröffnet dennoch allen Hobbymalern neue Einblicke. „In etwa drei Wochen wird wohl auch die neue, überarbeitete Schlossbroschüre vorliegen“, sagt er.  Zum Pleinair hat es nicht geklappt. Helga Richter (70), Karin Gollos (61) und Bernd Opel (66), die auch dabei sind, nehmen mit ihren Fotoapparaten selbst Motive auf.

Ein kleines Netzwerk

Wer an diesem Tag nicht unterwegs ist, geht bei anderer Gelegenheit auf die Suche im Schlosspark oder in der Stadt. „Diese Einführung heute ist super und die Galerie in der Darre bietet ideale Voraussetzungen zum Hängen der Bilder“, freut sich Hans Müller schon jetzt. Er hatte auch den Kontakt zum Förderverein hergestellt und die Ausstellung der „Peitzer Land Maler“  in Lieberose angeregt.

„Es ist ein kleines Netzwerk entstanden“, sagt Dieter Klaue. Gemeinsam mit seiner Frau betreut er die Galerie-Arbeit in der Lieberoser Darre. Und Heidemarie Klaue leitet die Malgruppe beim Kunstkreis Beeskow. „Es ist schön, wenn Künstler aus der Region eine Ausstellung bei uns gestalten – und wenn sie die Motive in Lieberose finden, ist es noch schöner“, betont der Vereinsvorsitzende.

Qualität und Vielseitigkeit

Er habe sich auch die Ergebnisse des deutsch-polnischen Pleinairs im Produktenmagazin des Peitzer Eisenhüttenwerks angesehen. „Ich bin begeistert von der Qualität der Arbeiten, von der Vielseitigkeit und den verschiedenen Handschriften“, sagt er.

Doch vor einer Ausstellungseröffnung  braucht es den Fleiß und die Kreativität der Maler. Hans Müller  stellt einen Sonnenschirm an die Auffahrt zum Schloss. Auf seinem Klapptischchen liegt ein weißes Blatt Papier. Er arbeitet an diesem Tag mit Aquarellstiften. Am Nachmittag wird er sein erstes Werk fertig sein.

Karin Gollos ist mit ihrem Rucksack, aus dem mit wenigen Handgriffen ein Hocker wird, ihrem Skizzenblock und den Farben weitergezogen. Sie geht zum Pavillon am Schlosspark. Das historische Gebäude steht auf dem Gelände der Schlossgärtnerei und ist zu dieser Jahreszeit von Blütenpracht umgeben. Sie kennt diesen Ort gut und ist begeistert. „Ich habe hier schon zum Tag der offenen Gärtnerei ausgestellt“, sagt sie und findet bald einen Platz mit guter Sicht auf ihr Objekt.

Fotos als Grundlage

Auch Helga Richter ist vom Pavillon beeindruckt und macht einige Fotos, die ihr  als Grundlage dienen. „Die Führung durch das Schloss war sehr interessant, ich bin aber auch oft mit dem Fahrrad unterwegs und mache Fotos“, sagt sie. Zu Hause werde sie dann aquarellieren. In Kursen an der Volkshochschule und bei Manfred Ewersbach hat sie an ihrer Technik gearbeitet und auch schon in Ausstellungen einige Bilder gezeigt.

Bernd Opel hat seinen Skizzenblock dabei und will nicht nur mit dem Fotoapparat Bildideen einfangen.  Die Schulenburgsche Friedhofskapelle im Schlosspark auf einer kleinen Anhöhe gelegen, ist sein Ziel. Dort entsteht gleich ein Acrylbild. „Ich habe erst Zeichnungen gemacht und dann gemalt“, erzählt er am Ende. Die Farben trocknen schnell. Eine leichte Brise hat das Pleinair begleitet. Schnelles, präzises Arbeiten ist den ganzen Tag über angesagt. Am Ende packen alle zufrieden ihre Utensilien ein. Ausstellungsbesucher dürfen gespannt sein, was die „Peitzer Land Maler“ demnächst in der Lieberoser Darre präsentieren. Die Ausstellung im Schlosshof 3 a wird am Freitag, 20. September, um 17 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Lieberose eröffnet.

Weitere Informationen zur Arbeit der Gruppe gibt es unter: www.peitzer-land-maler.de