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| 02:33 Uhr

Peitzer Feuerwehrhaus wird saniert

Der Schlauchturm der Peitzer Feuerwehr.
Der Schlauchturm der Peitzer Feuerwehr. FOTO: Hilscher
Peitz. Das Feuerwehrgerätehaus in der Peitzer Mauerstraße braucht dringend eine Überholung. Die Treppe im Feuerwehrturm ist von Schädlingen befallen, Fenster, Dach und Fassade des denkmalgeschützten Baus weisen zum Teil starke Schäden auf. Andrea Hilscher

Seit über 140 Jahren gibt es in Peitz eine eigene Feuerwehr. Doch erst 1928 kam es zum Bau eines eigenen Feuerwehrgerätehauses, das nach nur achtmonatiger Bauzeit in Betrieb genommen werden konnte. Jetzt aber ist der imposante Backsteinbau in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden.

In der letzten Sitzung des Amtsausschusses stellte Bauamtsleiter Jörg Exler den Bürgermeistern des Amtes die derzeitigen Planungen vor. Demnach sollen Dach, Fenster und Fassaden neu gemacht werden. Eine später hinzugefügte Gaube an der Straßenseite des Gebäudes wird dem ursprünglichen, denkmalgeschützten Zustand angepasst. Jörg Exler: "Wir bekommen zum Glück nicht nur die Arbeiten am Außenbereich gefördert, können auch im Inneren des Gebäudes aktiv werden."

Ehemalige Wohnungen im Obergeschoss des Gerätehauses waren zwischenzeitlich der Feuerwehr übergeben wollte, die dort bereits eigenhändig mit verschiedenen Sanierungsarbeiten begonnen hatte.

"Jetzt planen wir, im Obergeschoss einen Aufenthaltsraum für die Feuerwehrjugend zu schaffen", so Exler. Außerdem soll es Toiletten und Waschgelegenheiten sowie einen Lagerraum geben. Das Problem: Noch fehlt ein zweiter Fluchtweg. "Wenn sich dort oben rund 25 Jugendliche aufhalten sollen, brauchen wir diesen zweiten Weg unbedingt, sonst bekommen wir keine Genehmigung. Eventuell können wir einen Durchbruch zum Schlauchturm schaffen und dort einen Fluchtweg anlegen", hofft Exler. Klar ist, dass die Holztreppe im Turm saniert werden muss, sie ist stark von Schädlingen befallen.

Auch die drei Tore und ihre Verankerungen im Mauerwerk müssen überarbeitet werden. Jörg Exler: "Der aktuelle Zustand ist denkmalrechtlich nicht akzeptabel, da müssen neue Lösungen her." Insgesamt rechnet er mit Kosten von 380 000 Euro.

"Wir bekommen 70 Prozent der Summe über Fördermittel", so Exler. Er rechnet mit einem Beginn der Arbeiten noch in diesem Jahr.

Für 2017 ist eine Sanierung des Schulsportplatzes von Oberschule und Mosaikgrundschule geplant. Wie genau dieser Platz aussehen soll, darüber gab es Unstimmigkeiten im Amtsausschuss. Um die Kosten möglichst gering zu halten, plant die Verwaltung eine deutliche Verkleinerung des Sportplatzes. Statt bisher 400 Metern soll die Laufbahn nur noch 200 Meter umfassen. Ein Volleyballfeld, Sprung- und Wurfgruben ergänzen das Angebot. Die Kosten hierfür liegen bei geschätzten 285 000 Euro. Freiwerdende Flächen könnten später als Bauland genutzt werden. Eine größere Variante, mit 400-Meter-Laufbahn würde rund 450 000 Euro kosten. Trotz der schwierigen Haushaltslage von Peitz gab es im Ausschuss Einwände gegen die "Sparvariante". Horst Fillmer: "Wir können den Schülern doch keinen Kindergarten-Sportplatz hinstellen, so kleine Bahnen gibt es nirgendwo." Nach Auskunft von Bauamtschef Jörg Exler sei die Variante mit der 200-Meter-Bahn mit beiden Schulleitern abgesprochen. Bürgermeister Jörg Krakow hat andere Bedenken: 60 Prozent der Kosten werden gefördert, den Rest muss Peitz tragen. Fraglich sei, ob dafür das Amt oder auch die Stadt zuständig sei.