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| 19:00 Uhr

Kultur
Peitz hat nun auch einen Amtskarpfen

Peitz. Schüler gestalten ein menschengroßes Karpfenmodell mit Amtsmotiven Von Marion Hirche

 Das Amt Peitz hat nun neben den Amtsdrachen auch einen Amtskarpfen. Während für die „Amtsdrachen“ die Mitarbeiter beim Fischerstechen zum Fischerfest immer selbst für die Drachen sorgen, haben Schüler der Oberschule Peitzer Land jetzt für einen Peitzer Amtskarpfen gesorgt. Der ist menschengroß und eine Skulptur als Botschafter der Peitzer Teichwirtschaft.  Auf dem Körper der Figur sind zahlreiche  Gebäude und Sehenswürdigkeiten des Amtes Peitz festgehalten: die Mühle von Turnow und der Großsee bei Tauer, der Aussichtsturm von Teichland und der Glockenturm von Bärenbrück. Auch das Feuerwehrgerätehaus von Tauer ist zur Freude der  Bürgermeisterin Karin Kalauke  festgehalten. Dargestellt wird auch der Flugplatz Drewitz.

Schüler der neunten Klassen der Oberschule „Peitzer Land“ haben im Wahlpflichtfach „Kunst“ einen „Phantastischen Karpfen“ mit Motiven des Amtes Peitz gestaltet. Am Montag wurde diese neue, neunte Skulptur ihrer Art in Peitz vorgestellt.
Schüler der neunten Klassen der Oberschule „Peitzer Land“ haben im Wahlpflichtfach „Kunst“ einen „Phantastischen Karpfen“ mit Motiven des Amtes Peitz gestaltet. Am Montag wurde diese neue, neunte Skulptur ihrer Art in Peitz vorgestellt. FOTO: Marion Hirche

„Wir durften selbst entscheiden, was auf dem Karpfenkörper gezeigt werden soll“, ist von  Antonia Fieber aus Peitz zu erfahren. Sie gehört zu den 15 Schülern, die im  Wahlpflichtkurs „Kunst“ sich mit dem Objekt beschäftigt haben. „Wir haben das Projekt wie im Vorjahr wieder mit dem  Förderverein für das Hüttenwerk Peitz e.V. zusammen gemacht. Es war wieder ein Berufsorientierungsprojekt, das vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert wurde. Die Schüler haben sich dabei mit den Berufen Mediengestalter und Lackierer vertraut gemacht“, berichtete Kunsterziehungslehrerin Heike Hübner bei der Enthüllung des „Amtskarpfens“ in Anwesenheit der Peitzer Amtsdirektorin Elvira Hölzner und mehrere Bürgermeister des Amtes Peitz. Den Mädchen und Jungen aus de Klassen 9a und 9b hat die Arbeit an dieser neuen Karpfenattraktion viel Spaß gemacht. „Wir haben   hier vieles einbringen können, wir haben auch über die Farbe entschieden. Das Schleifen des Modells war ganz schön anstrengend“, berichteten Vivien Schulz aus Drehnow und Chantal Schwella aus Turnow übereinstimmend.

Unterstützung bekamen die 14- und 15-Jährigen erneut durch Maria Niedergesäß vom Unternehmen Niedergesäß. Die junge Frau war bei der Gestaltung sehr hilfreich und beim Lackieren brachte sich diesmal ein Peitzer Unternehmen ein: „Kosmetik für ihr Auto“ Alexander Kerk. Der Peitzer Unternehmer hat selbst Gefallen an dieser Arbeit gefunden, sonst ist er eher für die Kratzer im Autolack zuständig: „Die Arbeit mit den Jugendlichen war sehr gut. Sie sind die Zukunft unserer Region und da  will ich etwas dafür tun. Durch meine neue Werkstatt habe ich jetzt auch die räumlichen Möglichkeiten für solche Arbeiten und die Mädchen und Jungen müssen nicht erst lange mit dem Bus nach Cottbus fahren.“

Wo diese nunmehr neunte Karpfenskulptur ihren Platz finden wird, ist noch nicht entschieden. Das große Breitmaul in den warmen braun-rot-gold Tönen könnte das touristische Areal in Peitz aufwerten. Einer schaute sich bei der Einweihung in der Schule die Skulptur ganz besonders genau an: der Peitzer Bürgermeister Jörg Krakow. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir auch einen solchen Karpfen in Auftrag geben“, meinte er. Das wäre dann der zehnte und würde der Fischer- und Festungsstadt gut zu Gesicht stehen.