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Peitz feiert im Zeichen des Lutherjahres

Die Mehrzweckhalle der Mosaik-Grundschule bot den Rahmen für den gut besuchten Peitzer Neujahrsempfang.
Die Mehrzweckhalle der Mosaik-Grundschule bot den Rahmen für den gut besuchten Peitzer Neujahrsempfang. FOTO: hil
Peitz. Die Mehrzweckhalle der Peitzer Mosaik-Grundschule war festlich geschmückt, vor dem Eingang wiesen Gasfackeln den Gästen den Weg: Andrea Hilscher

Der Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese (SPD) hatte die Einladung zum Neujahrsempfang in der Fischer- und Festungsstadt ebenso wahrgenommen wie die Landtagsabgeordnete Anke Schwarzenberg (Die Linke), Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) oder der Cottbuser Finanzbeigeordnete Markus Niggemann (CDU). Ebenfalls unter den Gästen: Vertreter der Feuerwehren des Amtes, alle Bürgermeister, Vertreter des Amtsausschusses sowie Abgesandte von Vereinen und Verbänden, Vertreter des Handwerks und der Wirtschaft.

Sie alle wurden begrüßt von der im vergangenen Jahr im Amt bestätigten Amtsdirektorin Elvira Hölzner (parteilos) und dem Peitzer Bürgermeister Jörg Krakow (SPD). Beide sind mittlerweile ein eingespieltes Team, dennoch konnte Krakow der Amtsdirektorin nicht wirklich helfen, als ihre Neujahrsansprache gleich durch zwei Störfaktoren boykottiert wurde: Sie selbst musste wegen eines starken Reizhustens während der Rede einen Hustenbonbon lutschen, zudem spielte das Mikrofon verrückt und übertrug manche ihrer Sätze nur zur Hälfte. Doch mit dem ihr eigenen Humor umschiffte die Amtschefin auch diese Hürden und stimmte die Gäste mit zahlreichen Luther-Zitaten auf das neue Jahr ein.

"Vielleicht wird es ja ein Jahr der Wunder", sagte sie hoffnungsfroh, denn das vergangene Jahr habe oft den Eindruck erweckt, die Welt sei ein wenig aus den Angeln geraten. Sie spielte auf die Anschläge in Berlin und Istanbul an, auf die Amtseinführung von Donald Trump und die zahlreichen Wahlen, die 2017 gemeistert werden müssen.

Nachdem sie alle Anwesenden eingeladen hatte, die Rolle Luthers und der Reformation durch den Besuch einer Ausstellung in der Peitzer Festung zu erhellen, machte sie schon jetzt Lust auf anstehende Festivitäten. Das Amt Peitz feiert am 15. Juli sein 25-jähriges Bestehen, Turnow wird 450, Preilack 430 Jahre alt und beide Gemeinden blicken auf eine 15-jährige Ehe zurück.

Ein weiterer Grund zum Feiern: Nach langer Wartezeit kann in diesem Jahr endlich die marode Garkoschke-Brücke erneuert werden. Der Weg zu einer weiteren Entwicklung des Naherholungsareals an der Garkoschke ist damit frei. Und so wie hier die Symbiose aus Politik und Wirtschaft funktioniert, so hofft Hölzner auf weitere Projekte, bei denen Verwaltung und Unternehmer gut zusammenarbeiten.