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| 20:50 Uhr

Bürgermeisterwahl
Paul Köhne und Torsten Richter in Drebkau in der Stichwahl

Die vier Kandidaten zur Wahl in Drebkau: Paul Köhne (CDU), Dietmar Serb (AfD), Dietmar Horke (parteilos) und Torsten Richter (Linke, v.l.)
Die vier Kandidaten zur Wahl in Drebkau: Paul Köhne (CDU), Dietmar Serb (AfD), Dietmar Horke (parteilos) und Torsten Richter (Linke, v.l.) FOTO: Daniel Schauff / LR
Drebkau. Drebkaus Amtsinhaber Dietmar Horke wurde abgewählt. Von Antje Posern

Zwischenzeitlich hatte es fast so ausgesehen, als könnte CDU-Kandidat Paul Köhne knapp das Rennen bei der Bürgermeisterwahl in Drebkau machen. Als dann kurz vor 20 Uhr alle zwölf Stimmbezirke ausgezählt waren, stand fest: Es kommt zur Stichwahl. Am 6. Mai werden sich Paul Köhne (47,3 Prozent) und Torsten Richter (26,5 Prozent) erneut ums Bürgermeisteramt bewerben.

Der CDU-Kandidat hätte sich zwar gefreut, wenn das Ergebnis eindeutig gewesen wäre, zeigte sich am Sonntagabend dennoch „sehr zufrieden“. Immerhin konnte er mehr als die Hälfte der Stimmen in Greifenhain, Schorbus, Leuthen, Kausche, Jehserig und Casel holen. Seine Präsenz in den Ortsteilen und sein Wirken für diese sieht er als Grund für sein Abschneiden. Bürgernähe sei für ihn das wichtigste Thema. Bis zur Stichwahl will Köhne insbesondere in jene Ortsteile gehen, in denen er nicht so gut abschnitten hat. Vor allem in Drebkau will er Wähler mobilisieren.

Gerade in der Stadt hat dagegen Torsten Richter, der hier ehrenamtlicher Ortsvorsteher ist und für die Linke ins Rennen geht, punkten können. Bis zur Stichwahl sieht er es als seine wichtigste Aufgabe an, den Menschen klar zu machen, „wer mit Tatkraft tatsächlich etwas in den vergangenen Jahren für Drebkau geleistet hat“. Versprechen könne man vieles, schiebt er nach. Es sei inzwischen in Drebkau gelungen, dass „wir alle quer durch die Parteien gut zusammenarbeiten“. Dies beizubehalten und auf alle Ortsteile zu übertragen, sei ihm wichtig.

„Ehrlich enttäuscht“ war Amtsinhaber Dietmar Horke (parteilos) vom gestrigen Wahlausgang. Er erhielt gerade einmal 13,6 Prozent der Stimmen. Die nächsten Tage wolle er nutzen, um mit der Fraktion und allen Unterstützern das Ergebnis zu analysieren. Noch vor der Stichwahl will er dazu Aussage treffen. Seine politische Arbeit aufzugeben, kommt für ihn nicht infrage. Und er weist hin: „Meine Amtszeit läuft noch bis September.“

AfD-Kandidat Dietmar Serb erhielt 12,6 Prozent der Stimmen.

Vorläufiges Endergebnis
Vorläufiges Endergebnis FOTO: Katrin Janetzko / LR