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| 17:58 Uhr

Gemeinde Teichland
Neues Datum für die Ersterwähnung von Maust aufgedeckt

Maust/Bärenbrück. Ortschronisten aus Maust und Bärenbrück stellen neue Broschüre vor. Heimatgeschichtsfreunde sind für den 6. und 27. April eingeladen.

Die Ortschronisten der Gemeinde Teichland sind derzeit mit interessanten Projekten beschäftigt. So befinden sich die Neuendorfer Heimatforscher im Endspurt für die Herausgabe der ersten umfassenden Ortschronik des Dorfes, die im Juni erscheinen soll.

Die Mauster und Bärenbrücker Ortschronisten legen derweil nach der Veröffentlichung ihrer Chroniken in den Jahren 2012 und 2013 mit einer Broschüre neue Ergebnisse ihrer Recherchen zur Geschichte ihrer Dörfer vor. So werden neue Erkenntnisse zum Beispiel zur Geschichte und Ersterwähnung von Maust sowie Ergänzungen zur Dorfgeschichte von Bärenbrück dargelegt. In der Beschreibung zur Modernisierung der Bärenbrücker Infrastruktur in der Nachwendezeit durch Wilfried Halbasch wird gezeigt, wie mit Mut, List und Geschick vieles in die Wege geleitet wurde, was den Bärenbrückern heute das Leben im Dorf lebenswert macht. Ein Beitrag von Werner Krahl zieht anhand der Geschichte der Besitzverhältnisse der Kossätenwirtschaften von Maust mit vielen interessanten Details eine Linie aus der Zeit um 1650 bis heute.

Zwei Beiträge von Dr. Frank Knorr und Dr. Karl-Fritz Mühler tauchen tief in die Mittelalterzeit des Dorfes Maust ein. Die genaue Analyse der ältesten Karte von Maust in Kombination mit moderner Digitaltechnik zur Geländeerkundung machten es möglich, Spuren des mittelalterlichen Ackerbaus in der Flur Maust sichtbar zu machen. Mühler ließ es nicht darauf beruhen, dass die Mauster urkundliche Erwähnung erst um 1520 begann, das Dorf jedoch mit Sicherheit viel älter ist. Diese Spurensuche endete mit einem neuen urkundlichen Ersterwähnungsdatum und förderte zugleich Erkenntnisse über ganz moderne Geldgeschäfte zutage.

Auf die Spuren des Modernisierers der Teichwirtschaft um Peitz in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, des Cottbuser Amtsrates Hubert, hat sich Mühler außerdem begeben. Er zeigt, wie dieser die von ihm für notwendig erachteten Neuerungen durchgesetzt hat und welche Rolle dabei das Vorwerk/Gut Maust spielte. Hartnäckiges Nachforschen in den Archiven erbrachte den nunmehr juristisch „wasserdichten“ Nachweis zum Einsatz von Zwangsarbeitern in der Produktionsstätte Maustmühle von 1944 bis Kriegsende 1945. Die Belege dafür werden in einem Beitrag von Dr. Karl-Fritz Mühler vorgestellt.

Die Broschüre zur Ortsgeschichte wird von Teichland-Bürgermeister Harald Groba, dem Leiter des Stadtmuseums Cottbus Steffen  Krestin sowie durch die Autoren am Freitag, 6. April, um 18 Uhr im Gemeindezentrum Maust vorgestellt. Die Autoren freuen sich auf ein interessiertes Publikum, mit dem sie ins Gespräch kommen wollen. Die Broschüre kann auch erworben werden.

Eine weitere Vorstellung erfolgt am 27. April um 19 Uhr im Bärenbrücker Gemeindezentrum.

(red/pos)