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Online-Handel mit Lebensmitteln legt zu

BERLIN (pm/moe) Umkehrtrend im Online-Handel. Während seit dem Jahr 2008 die Onlineumsätze der Nonfood-Sortimente im gesamtdeutschen Einzelhandel etwas stärker als der Lebensmittel-Bereich (Food) online zulegten, kehrt sich diese Entwicklung seit 2016 um.

Das berichtet der HDE in seinem aktuellen Online-Monitor.

Demnach liegt das Wachstum von Food im Onlinehandel 2016 deutlich über dem der Nonfood-Sortimente.

Generell überwiegen im Online-Handel immer noch die Nachfrage und der Umsatz mit Bekleidung (Fashion) und Unterhaltungselektronik (Consumer Electronics) . Nach Angaben des Handelsverbandes entfällt die Hälfte des Online umsatzes auf Fashion und Consumer Electronics.

Der Onlineumsatz mit Consumer Electronics und Elektrogeräten erreichte 2016 ein Volumen von elf Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil am Gesamt-Onlinevolumen von 24,9 Prozent. Der Anteil von Bekleidung und Accessoires lag mit 11,1 Milliarden Euro Umsatz bei 25,2 Prozent.

Das anhaltende Wachstum im Onlinehandel bringt Umsatzverluste im Offlinehandel (stationärer Handel vor Ort) in einigen Branchen mit sich, berichtet der HDE im Online-Monitor 2017. Auch wenn der Umsatz in den meisten Branchen im Einzelhandel insgesamt mehr oder weniger weiter wächst, verteilt sich der Zuwachs zunehmend ungleich auf die Kanäle online und offline. So hat beispielsweise die Fashion-Branche 2016 im Onlinekanal ein Umsatzplus von 1,13 Milliarden Euro verzeichnet. Im Offlinekanal, also vor allem in stationären Geschäften, hat die Branche gleichzeitig rund 510 Millionen Euro Umsatz verloren.