(hil) Die Para-Sportlerinnen Frances Herrmann, Martina Willing und Charleen Kosche sind erleichtert: Endlich sind sie nicht mehr auf den Behindertenaufzug am Haus der Athleten angewiesen. „Er ist sehr störanfällig und häufig überlastet“, sagt Martina Willing. Zwar können die Para-Sportler, die noch kurze Strecken laufen können, auch über eine Treppe ins Internat der Sportschule gelangen, für viele fest sitzende Rollstuhlfahrer aber war die fehlende Rollstuhlrampe bisher ein Ausschlusskriterium. Jetzt wurde Abhilfe geschaffen. Ab sofort können die rund 50 Parasportler des Stützpunktes eine Rampe nutzen, die von Stadt, Land und Bund finanziert wurde. Die Kosten dafür lagen bei 110 000 Euro.

Ralf Zwoch, Leiter des Cottbuser Sportstättenbetriebes, hat allerdings schon das nächste Projekt im Auge: einen Aufzug hoch zur Aula der Sportschule. „Der Para-Sport hat sich in Cottbus unglaublich toll entwickelt, findet bundesweit Beachtung“, sagt Sozialdezernentin Maren Dieckmann. Daher sei der Stadt daran gelegen, die Rahmenbedingungen für die Athleten zu verbessern. Frances Herrmann, die als Schulsozialarbeiterin für die jungen Sportler arbeitet, befürwortet die Pläne. „Der Aufzug wäre eine sinnvolle Investition.“