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| 18:55 Uhr

Historische Fahrzeuge
Motorisierte Zeitreise

Die Oldtimerfreunde des MC Spremberg organisierten am Wochenende das 14. Internationale Wanderer-Treffen.
Die Oldtimerfreunde des MC Spremberg organisierten am Wochenende das 14. Internationale Wanderer-Treffen. FOTO: Marion Hirche
Roggosen. Oldtimerfreunde trafen sich zum 13. Internationalen „Wanderer“-Treffen in Roggosen

Der große Parkplatz des Waldhotels Roggosen war von Freitag bis Sonntag jeweils am Abend mit historischen Fahrzeugen gefüllt. Die Freunde der Fahrzeugmarke „Wanderer“ hielten hier ihr 13. Internationales Wanderer-Treffen ab. „ Bei uns in Spremberg gibt es gleich drei noch rollende Wanderer-Fahrzeuge, zwei davon sogar in der gleichen Straße. Das ist viel und wir sind auch aktiv bei den regelmäßigen Treffen. Da haben wir uns einfach gesagt, dass wir auch mal so eine Zusammenkunft organisieren wollen. Wir haben uns beworben, haben fast ein Jahr geplant und organisiert und jetzt sind 86 Wanderer-Fahrzeuge aus Deutschland, Tschechien und Österreich hier. So viele wie noch bei keinem Treffen“, berichtete Stephan Menzebach von den Oldtimerfreunden des MC Spremberg. Er selbst war am Wochenende mit seiner W 24 Limousine mit von der Partie.

 Viel Lob für die Organisatoren gab es von den Ostthüringern Matthias und Ilona Eichhorn, die mit ihrer W 22 Limousine anreisten. Thomas und Regina Weller aus dem Vogtland waren mit einem W 11 von 1929 unterwegs und meinten: „Das Hotel ist super, schön ruhig, wir fühlen uns wohl hier.“

Die rund 160 Teilnehmer erlebten am Freitag eine Kahntour in Lübbenau, hatten Ausfahrten nach Bad Muskau und Branitz. Am Abend fachsimpelte man im gemütlichen Waldhotel in Roggosen. „Das ist schon interessant, endlich ist hier im Dorf mal was los“, freuten sich die Roggosenerinnen Helga Neumann und Inge Gregor. Sie waren natürlich auch vom Auto mit der Startnummer 78 begeistert: Harro Falkenbach zeigte sein W3 Cabrio. Zusammen mit Ehefrau Heidi war der 81-Jährige einer der Lokolmatadoren bei diesem Oldtimertreffen. Er reiste aus Groß Döbbern an. Sein Modell aus dem Jahr 1915 gehörte zu den ältesten Fahrzeugen am Wochenende, ständig war er von Interessenten umringt. Aber auch die W 10 Kombinationslimousine, eine von nur noch drei rollenden in Deutschland, von Helmut Hauer aus Waltersdorf stand im Fokus.

Das gastgebende Hotel nutzte das große Oldtimertreffen gleichzeitig als Veranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hauses. „Es ist unglaublich, wie die Zeit vergangen ist. Wir haben mal mit 30 Zimmern angefangen, jetzt haben wir über 75 mit 120 Betten“, erzählte die Chefin Heike Ehlenberger, die es einst aus Rhein-Hessen in die Lausitz zog.